Lokalsport

Handball-Badenliga St. Leon/Reilingen schlägt Plankstadt nach 11:14-Pausenrückstand noch mit 27:24

HSG dreht Partie mit starkem Endspurt

Archivartikel

Im mit Spannung erwarteten Lokalderby zwischen der HSG St. Leon/Reilingen und der TSG Eintracht Plankstadt drehten die Gastgeber am Ende die Partie, landeten einen 27:24 (11:14)-Heimsieg und bleiben weiterhin ungeschlagen in der laufenden Runde.

„Wir haben uns fest vorgenommen, zum ersten Heimsieg zu kommen. Mit unseren im Training probierten verschiedenen Varianten sollten wir zum Erfolg kommen“, hatte HSG-Trainer Martin Schnetz vor dem Spiel gemeint. Und das setzte seine Truppe – wenn auch spät– erfolgreich um. Alles, was so ein Derby verspricht, wurde den zahlreichen Zuschauern am Sonntagabend geboten: Spannung, teilweise Dramatik, Einsatz, ein Auf und Ab bei beiden Teams, aber teilweise auch mancher Leerlauf.

Beide Teams schenkten sich nichts, wobei die Grenzen der Fairness nicht überschritten wurden, aber auf beiden Seiten mit großem Einsatz gespielt wurde. Dabei durchwanderten sowohl die Mannschaften als auch die mitfiebernden Zuschauer einige Wechselbäder der Gefühle. Besonders bei den Kontrahenten auf dem Spielfeld gingen die Emotionen rauf und runter.

Plankstadt – ohne den kurzfristig erkrankten Coach Niels Eichhorn und die beiden Stammkräfte Tobias Pristl und Julian Bastel – erwies sich über weite Strecken als das abgeklärtere Team, spielte effektiver und hielt die Gastgeber lange Zeit auf Distanz. Die TSG Eintracht profitierte dabei von der hohen Fehlerzahl, die die HSG phasenweise produzierte. Viel zu oft präsentierten sich die Gastgeber nervös und unkonzentriert und ermunterten den Gegner förmlich, sich gut in Szene zu setzen.

Alle Kräfte mobil gemacht

Erst als das vorbildlich kämpfende und eine tolle Moral zeigende Team aus St. Leon/Reilingen das Tempo erhöhte und die Fehlerquote drastisch verringerte, bog man auf die Siegerstraße ein. Ein toller Endspurt, als die Hausherren wie entfesselt alle Kräfte mobil machten, brachte die entscheidende Wende. Hier konnte die TSG Eintracht nichts mehr entgegensetzen und wurde vom HSG-Express praktisch überrollt. Mitentscheidend war auch das geschickte Ein- und Auswechseln seitens des Trainerduos, dem die Gäste nichts Adäquates dagegenstellen konnten.

Martin Schnetz, Trainer des Siegers, meinte: „Mit der ersten Hälfte war ich nicht zufrieden. Da war Plankstadt abgeklärter und entschlossener. Aber ich muss die Moral meiner Mannschaft loben. Sie zeigte großen Willen und hat besonders in der letzten Viertelstunde einen prima Einsatz an den Tag gelegt. Wir hatten auch das größere Stehvermögen und am Ende den Sieg verdient.“

HSG: Gutland, Winter; Frank (8/2), Decker (6/1), Scholl (4), Menger (4), Antl (2), Glogowski (1), Impertro (1), Barth (1), Bahr, Y. Benetti, M. Benetti.

TSG Eintracht: Lázaro Garcia, Roche; R. Verclas, Maier (2), Schneider, Triebskorn, Seganfreddo (6/4), Munz, Schöffel (4), Großhans (5) M. Verclas (3), Stadler (2), Denne (2), Dorschner. krau

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