Lokalsport

Handball-Badenliga St. Leon/Reilingen bezwingt HC Neuenbürg 34:27 / Starke zweite Hälfte

HSG nimmt den Spitzenreiter auseinander

Eine in den letzten 20 Minuten wie entfesselt aufspielende HSG St. Leon/Reilingen entzauberte mit einem überlegenen 34:27 (13:17)-Sieg den Tabellenführer der Handball-Badenliga, HC Neuenbürg. Die Art und Weise, wie dieser Erfolg zustande kam, war einer deutlichen Leistungssteigerung der Gastgeber im zweiten Durchgang geschuldet, während in der ersten Hälfte sich doch viel technische Fehler und eine suboptimale Wurfausbeute ins HSG-Spiel eingeschlichen hatten.

Trainer Christopher Körner meinte dann auch: „Die erste Hälfte war fast schon katastrophal, weil sich die technischen Fehler häuften und wir zu viele freie Chancen liegen ließen. Der zweite Durchgang war dann das Beste, was meine Mannschaft bisher gezeigt hat. Eine klasse Abwehr, effektiven Angriff und eine super Mannschaftsleistung.“ HCN-Coach Erkan Öz meinte hingegen: „Die erste Halbzeit war gut. In der zweiten Hälfte haben wir den Faden verloren. Der Sieg der HSG war aber verdient.“

Funktionierendes Umschaltspiel

In einem fairen Spiel zeigte der HC im ersten Durchgang, warum er an der Tabellenspitze steht. Eine sehr offensiv ausgerichtete, bewegliche und aggressive Defensive verstellte der HSG-Offensive immer wieder die Räume und drängte sie vom Tor weg. Und auch das Umschaltspiel der Gäste funktionierte gut. Dazu kamen die angesprochenen technischen Fehler und die vergebenen klaren Chancen. Dies alles änderte sich grundlegend in der zweiten Spielhälfte, als St.Leon/Reilingen mit einer deutlichen Leistungssteigerung aus der Kabine kam. Wie aus einem Guss wurde nun im Angriff gespielt. So gut wie jede sich bietende Chance wurde genutzt, die Wurfausbeute war optimal und in der Defensive waren die Hausherren äußerst kompakt und brachten die Gäste oftmals ans Zeitspiel. Gestützt auf diese sehr beweglich agierende Abwehr zog die HSG ein ums andere Mal sehenswerte Angriffszüge auf und dem HCN einschließlich des unglücklich agierenden Torwarts letztlich unwiderstehlich den Zahn.

Beim 30:25 war der Vorsprung schon deutlich und in den Schlussminuten legte der Gastgeber noch einen Zahn zu. Mit sehenswerten Aktionen wurden schließlich gegen die völlig konsterniert wirkenden Neunbürger weitere, überlegt herausgespielte Treffer erzielt.

HSG: Gabrys, Jacobs; Bujdos (3), Rausch, Bahr, Schmitt, Fehringer, Manke (3), Menger (9), Decker (8/1), Kleinlagel (6), Hühn, Scholl (5). krau

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