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Evangelische Kirchengemeinde Diakonin Margit Rothe und Pfarrer Mathis Goseberg sind neu im Team / Große Vorfreude auf die kommenden Aufgaben

Ihr Herz schlägt für die Menschen

Archivartikel

Auf dieses neue Duo darf sich die evangelische Kirchengemeinde und ganz Schwetzingen freuen: Denn sollten sie ihre Begeisterung, ihre Offenheit und Lebendigkeit auch nur annähernd so in der alltäglichen Arbeit zeigen wie bei unserem Gespräch, werden Gemeindediakonin Margit Rothe und Pfarrer Mathis Goseberg schnell zu einer festen Größe im kirchlichen Leben werden.

Für Goseberg ist es die erste richtige Stelle nach dem Vikariat. „Pfarrer auf Probe“ heißt die auf zwei Jahre angelegte Zeit, die der 31-Jährige in Schwetzingen verbringen wird. „Das ist wie ein Jackpot“, strahlt der junge Theologe, dass er hierher delegiert wurde. Die Spargelstadt kennt er nicht nur, weil er seit dem Studium in Heidelberg die Region kennen- und schätzengelernt hat. Sondern auch, weil er einige Zeit in Brühl gewohnt hat und auf dem Weg Richtung Universität regelmäßig durch Schwetzingen radelte.

Hier heimisch geworden

Ursprünglich kommt Mathis Goseberg aus Lüdenscheid am Rande des schönen Sauerlandes, wo der Sohn einer Pfarrerin schon früh mit dem Gemeindeleben in Berührung kam, später auch als Aktivposten in der Jugend- und Kinderarbeit. Auf die Idee, Theologie zu studieren, kam er aber erst nach dem Abitur. „Aber seitdem bin ich vom ersten Tag mit Begeisterung dabei“, erzählt der Westfale, den es dann irgendwann nach einer Zwischenstation in Wuppertal nach Baden verschlug, wo er – zusammen mit Ehefrau Chiara und der kleinen Tochter Pauline – längst heimisch geworden ist. Wir lieben diese Region“, sagt Goseberg.

Das gilt schon seit langem für Margit Rothe. Die 53-Jährige kann zwar ihre schwäbische Herkunft nicht verleugnen, sie lebt aber seit 30 Jahren in Baden und ist ein Kind der badischen Landeskirche. Auf das Studium in Freiburg folgten berufliche Stationen in Pforzheim, Hockenheim, Eppelheim und Plankstadt. Sie hat ihren künftigen Arbeitsort quasi eingekreist, bevor sie – offiziell ab 1. April – in Schwetzingen loslegen wird.

Sie freut sie riesig, dass sie wieder Gemeindearbeit machen darf. Denn das war in den vergangenen beiden Jahren nicht der Fall. 2016 hatte sie die Stelle „Kirchenbezirksbeauftragten für Flucht und Migration“ angetreten und und begleitete Ehrenamtliche in der Arbeit mit Geflüchteten. Eine wichtige Aufgabe, sagt sie. Aber es war eben mehr eine übergeordnete Tätigkeit, sie vermisste den ständigen Kontakt mit den Menschen: „Das hat mir total gefehlt, mehr als ich dachte“, erzählt sie und hat für sich festgestellt: „Ich gehöre einfach in die Gemeinde.“

Deshalb musste sie auch nicht lange überlegen, als die Stelle in Schwetzingen kurzfristig ausgeschrieben wurde – obwohl ihre Aufgabe als Kirchenbezirksbeauftragte noch länger gegangen wäre. Aber auch Dekanin Annemarie Steinebrunner habe sie ermutigt, sich für Schwetzingen zu bewerben. Aus dem Kirchengemeinderat war zu hören, dass sie die Wunschbesetzung war. Und diese Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit: „Ich bin aufgenommen worden, als würden sie mich schon lange kennen“, erzählt sie von einer Klausurtagung, an der sie schon vorab teilnehmen durfte.

Ohnehin scheint hier die Chemie ganz schnell gestimmt zu haben – nicht nur zwischen den beiden Neuen, sondern im gesamten Team des Pfarramts. „Die Sekretärinnen sind der Wahnsinn“, sagen die beiden, während um die Ecke Anke Scharf und Marion Braun-Bittner im Büro wirbeln. Rothe und Goseberg passen da gut hinein, sie sind absolute Teamplayer und liegen auch mit Pfarrer Steffen Groß auf einer Wellenlänge.

Deshalb werden sie Aufgaben auch im Team angehen, und den ständigen Dialog pflegen, um dann zu sehen, wer was macht. „Das muss sich alles noch finden. Wir können alles ausprobieren und sehen, was sich bewährt“, findet Margit Rothe und Mathis Goseberg ergänzt: „Wir werden sehen, wer was kann, wo Synergieeffekte sind.“

Viele Schwerpunkte

Ihre persönlichen Schwerpunkte sind klar: „Ich bin vom Scheitel bis zur Sohle Prediger“, sagt der junge Pfarrer, was man ihm sofort glaubt. „Mein Herz schlägt für das Evangelium und die Menschen“, ergänzt er. Seine ersten Gottesdienste wird er an Ostern halten Geburtstags- und Krankenbesuche hat er schon einige absolviert und versucht dabei, so viel wie möglich an Kontakten, Begebungen und neuen Dingen aufzusaugen. Denn in seinem Handeln spiele es keine Rolle, dass die Pfarrstelle zunächst auf zwei Jahre begrenzt ist: „Wenn ich etwas tue und anfange, dann mache ich das auch richtig. Ich arbeite so, als würde ich zehn Jahre hierblieben.“

Das hat Margit Rothe auf jeden Fall vor. Schwetzingen könnte sogar die letzte Stelle vor der Pensionierung werden. Ihre Schwerpunkte sieht sie in der Seniorenarbeit, Besuchsdienst und der Religionspädagogik in den Kindertagesstätten. Auch Konfirmanden- und Schulunterricht wird sie geben. Viele Aufgaben warten – was aber für Margit Rothe und Mathis Goseberg mit ihrer Energie kein Problem sein dürfte.

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