Lokalsport

Handball-Bundesliga Frauen Kurpfalz-Bären erwarten Mainz 05

„Jedes Spiel ist etwas Besonderes“

Die Bundesliga-Pause hat ein Ende, für die Kurpfalz-Bären aus Ketsch steht am Samstagabend ein richtungsweisendes Spiel auf dem Programm. Im Kellerduell gegen Mitaufsteiger Mainz 05 gibt es keinen Favoriten, aber der Sieger darf sich berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen (Anwurf: 18 Uhr). Im Ketscher Lager gibt es eine Spielerin, die die Rheinhessen bestens kennt: Leonie Moormann. Die Torhüterin stand in der vergangenen Saison noch im Tor der Mainzerinnen, jetzt kommt es zum Wiedersehen. Im Interview spricht die 24-Jährige über ihre Gedanken und darüber, wie sie sich in Ketsch eingelebt hat.

Bevor der Blick in Richtung Ligaalltag geht, noch einmal ein kurzer Rückblick: Die Bären sind gegen Neckarsulm trotz starker Leistung aus dem Pokal ausgeschieden. Wie ist die Aufarbeitung ausgefallen?

Leonie Moormann: Natürlich war es schade, dass wir nach der guten ersten Halbzeit noch verloren haben. Wir haben aber nicht viel darüber geredet, weil wir mit dem Spiel gegen Mainz eine wichtige Aufgabe vor uns haben. Wir nehmen das Positive mit und arbeiten weiter an den Punkten, die noch nicht optimal gelaufen sind.

Die Bären haben als Aufsteiger schon einen Saisonsieg eingefahren und somit ein Minimalziel erreicht. Müssen Sie sich manchmal kneifen, dass das Team so schnell Fuß fassen konnte?

Moormann: Ich glaube, eigentlich müssten wir uns vor jedem Spiel in der Bundesliga kneifen, weil wir hier einfach auflaufen dürfen. Dass wir uns schon oft gut präsentieren konnten, freut uns sehr. Und der Sieg gegen Bad Wildungen war unglaublich. Wir kommen immer näher an die anderen Mannschaften heran und diese Entwicklung steht im Vordergrund. Wenn dann noch Punkte dabei herausspringen, dann ist das umso besser.

Nach dem kurzfristigen Ausfall von Sabine Stockhorst sind Sie in eine neue Rolle gerutscht. Wie haben Sie Ihre Zeit bisher erlebt?

Moormann: Ich war erst einmal etwas überrumpelt, als es hieß, dass ich jetzt für die erste Mannschaft eingeplant bin, obwohl ich eigentlich nur ab und zu mittrainieren sollte. Aber die Mädels haben mich gut integriert, sodass ich die Aufgabe schnell angenommen habe. Jedes Spiel ist was ganz Besonderes und ich bin immer wieder aufgeregt.

Wie würden Sie das Verhältnis zu Ihrer Torhüterkollegin Johanna Wiethoff beschreiben?

Moormann: Johanna ist eine richtig gute Torhüterin. Wir verstehen uns super und feiern jeden gehaltenen Ball – ganz egal, ob sie oder ich ihn pariere. Wir versuchen, uns gegenseitig die Unsicherheiten zu nehmen und uns immer zu pushen.

Am Samstag geht es gegen Ihren Ex-Verein Mainz 05. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in das Duell?

Moormann: Natürlich freue ich mich auf das Spiel und bin heiß darauf, die Punkte zu holen. Aber ich weiß auch, dass Mainz kämpfen wird. Ich glaube, es wir ein spannendes Spiel, in einer hoffentlich vollen Halle.

Gibt es jemanden bei Mainz, auf den Sie sich besonders freuen?

Moormann: Ich habe dort hauptsächlich in der zweiten Mannschaft gespielt und hoffe daher, dass einige Mädels aus dieser Mannschaft zum Zuschauen kommen werden. mjw

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional