Lokalsport

3. Handball-Liga HG Oftersheim/Schwetzingen muss in Nußloch antreten / Trainer Holger Löhr warnt vor dem Abstiegskampf / Er schenkt seiner Mannschaft Vertrauen

Jugend gegen Erfahrung – im Derby ist die Favoritenrolle klar auf Seiten der Gastgeber

Archivartikel

Nach ein paar Wochen Ruhe ging es gleich wieder mit überraschenden Ergebnissen in der Oststaffel der 3. Handball-Liga weiter, ohne dass sich an der Großwetterlage der Tabelle etwas gravierend geändert hat. Aber dieses Wochenende ist wieder Derbyzeit, wenn Oftersheim/Schwetzingen in Nußloch vorstellig wird (morgen, 17 Uhr, Olympiahalle).

Die vier Teams, die ganz unten im Abseits zu stehen scheinen, verbuchen immer wieder Teilerfolge, die sie im Wiederholungsfall weiter nach oben spülen könnten. Kein Wunder, dass HG-Trainer Holger Löhr versucht aufzurütteln. „Jeder muss merken, dass wir im Abstiegskampf stecken. Wir müssen die Jungs dafür sensibilisieren.“ Es bringe nichts, nach einer Niederlage draufzuhauen. „Wir müssen mit dem Gut arbeiten, das wir haben, die jungen Spieler dahin bringen, wo wir sie haben wollen, ihnen Vertrauen schenken.“

Apropos junges Team. Mit diesem Attribut werben viele Mannschaften für sich. Doch selten ist der Unterschied so eklatant wie in diesem Duell. Der Nußlocher Altersschnitt liegt insgesamt bei knapp über 26 Jahren, der der HG deutlich unter 22 Jahren. Die Erfahrungswerte sind klar verteilt.

Wer springt in die Bresche?

Blicken wir noch einmal zurück: Auffällig war gegen Bruck, dass das letzte Aufbäumen keinen Ertrag brachte, was oftmals schon ein Attraktivitätsfaktor war. Nicht nur den Topfavoriten Eisenach und Nußloch wurde da das Leben schwer gemacht, einige Partien umgebogen oder gewonnen. Schaut man sich Spielverläufe und Protagonisten noch einmal genauer an, taucht dabei häufiger der Name Förch auf, der vorne wie hinten Akzente zu setzen wusste. Löhr hatte unlängst schon bedauert: „Mit seinem Ausfall fehlt uns einiges an Qualität und Erfahrung. Simon ist ein Spieler, der agiert, wenn sonst nicht mehr viel geht.“ Neue Lösungen müssen nun gefunden werden, andere sollten in die Bresche springen. Gegen Bruck tat sich indes noch niemand besonders hervor.

Lukas Sauer kommt gerade aus der Reha, Daniel Hideg (mit Bundesliga-Doppelbelastung) und Tom Jansen sind auf ihren Halbpositionen ausreichend gefordert, benötigen Zuspiele und Unterstützung, andere sind ebenfalls noch zu jung und unerfahren. Vielleicht könnte Jerrit Jungmann die vakante Stelle ausfüllen. Er hat diese Saison schon zeitweilig gezeigt, dass er selbst Gefahr ausstrahlt und seine Nebenleute mitzureißen versteht. Möglicherweise zaubert Löhr aber bis Sonntag eine ganz andere Lösung aus dem Hut. Aber er gibt auch zu bedenken: „Nußloch ist in unserer derzeitigen Situation absolut kein Aufbaugegner für uns.“ mj

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional