Lokalsport

Fußball-Landesliga Abstiegsbedrohte Plankstadter vergeben viele Chancen und verlieren beim FV Brühl mit 0:2

Kapitän Langer hält Brandrede

Es war noch nie so einfach für den Fußball-Landesligisten TSG Eintracht Plankstadt wie am Samstag, im Derby beim FV Brühl etwas Zählbares mitzunehmen. Darin waren sich alle einig. Doch am Ende verlor die TSG Eintracht mit 0:2 (0:0) und bleibt somit weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Der Gastgeber musste mit Patrick Morscheid, Markus Schulze und Dominik Wallerus auf drei wichtige Aktivposten verzichten. Auch bei Plankstadt machte sich das Fehlen der beiden Mittelfeldstrategen, Nicolai Neugebauer und Simon Wolf bemerkbar.

Plankstadt fand zunächst besser ins Spiel und Christian Herrmann hatte nach guter Vorlage von Savas Badalak die erste Chance (12.). Wenig später gab der Brühler Goalgetter Patrick Greulich, von Tim Heene gut ins Szene gesetzt, den ersten Warnschuss ab (18.). Die beste Gelegenheit für die Gäste, in Führung zu gehen vergab Marcel Pfau, dessen Schuss an den linken Pfosten knallte (25.). Plankstadt versäumte, die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Johannes Gaa setzte aus 15-Metern den Ball nur knapp über das Brühler Tor (35.). „Wir sind im Angriff einfach nicht durchschlagskräftig genug, zu umständlich und auch zu zögerlich im Abschluss. Chancen waren genug vorhanden, um bis zur Pause in Führung zugehen“, brachte es der Plankstadter Trainer Frank Engelhardt auf den Punkt und musste weiter mit ansehen, wie Badalak (40.), Herrmann (42.) und Pfau (44.) weitere Möglichkeiten ausließen.

Auch nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Gäste, die weiter am Drücker blieben. Marc Riedel fand im Brühler Torwart Deniz Tanyeri seinen Meister (47.). Auch beim Direktschuss von Badalak zeigte Tanyeri seine ganze Klasse, als er das Leder mit den Fingerspitzen um den Pfosten drehte (52.).

„Die Bälle müssen einfach drin sein. In unserer Situation dürfen wir nicht so schlampig mit den Torchancen umgehen“, monierte Engelhardt. Wie man es besser macht, demonstrierte der FVB-Goalgetter Greulich, der auf Vorlage von Heene seinen 23. Saisontreffer zur 1:0-Führung nutzte (57.). Das 2:0 für die Brühler war eine Kopie des ersten Treffers. Diesmal war Greulich der Vorlagengeber und Heene netzte ein (68.). Zwar waren die Gäste, um eine Resultatsverbesserung bemüht, doch die Angriffe waren weiterhin wenig durchdacht und verpufften meist schon vor dem Strafraum des Gegners.

„Jeder muss sich hinterfragen“

Nach dem Schlusspfiff hielt der Spielführer der TSG Eintracht, Thomas Langer, vor versammelter Mannschaft eine Brandrede. „ Heute muss sich jeder hinterfragen, ob er alles gegeben hat. Es geht um den Abstieg und da können wir uns nicht so präsentieren. Was wir im ersten Spielabschnitt noch gut gemacht haben, warfen wir nach dem Seitenwechsel über den Haufen, verloren unsere Grundordnung und hielten auch nicht mehr richtig dagegen. Es war noch nie so leicht, hier aus Brühl die Punkte mitzunehmen“, ereiferte sich Langer. Engelhardt richtete auf: „Mund abputzen, es geht weiter. Am Samstag gegen Michelfeld müssen wir es besser machen.“

FVB-Coach Volker Zimmermann meinte: „Es war kein gutes Spiel von uns, der Sieg war glücklich. Plankstadt hat es im ersten Abschnitt versäumt, aus unseren Schwächen Kapital zu schlagen.“

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