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Handball-Bundesliga Frauen Nachwuchstalent erhält Vertrag für erste Mannschaft / Kurpfalz-Bären gastieren bei HSG Blomberg-Lippe

Katja Hinzmann wird befördert

Archivartikel

Es kommt ein wenig Schwung in die Personalplanung der Kurpfalz-Bären: Katja Hinzmann wird befördert und mit einem Vertrag für die erste Mannschaft ausgestattet. Die Rückraumspielerin, die schon seit 2008 das Ketscher Trikot trägt, hatte in diesem Sommer zum wiederholten Male die Vorbereitung der Bundesliga-Handballerinnen mitgemacht und wurde nun von Trainer und Geschäftsführer Adrian Fuladdjusch für ihr Engagement belohnt.

Der 32-Jährige sagt: „Das hat sie sich verdient. Sie ist ab sofort fester Bestandteil der Mannschaft und muss nicht mehr in der Zweiten aushelfen.“ Aufgrund der Schulterverletzung von Samira Brand sammelte die 19-Jährige bereits beim Saisonauftakt, der mit 22:30 an den Thüringer HC ging (wir berichteten), Einsatzminuten.

Es ist aber nicht das einzige Präsent, das Fuladdjusch in dieser Woche verteilte. Mit Flora Müller macht sich am Sonntag ein weiteres junges Gesicht auf zum ersten Auswärtsspiel der Saison zur HSG Blomberg-Lippe. Die variabel einsetzbare Rückraumspielerin kam in der Sommerpause nach Ketsch und durchlief zuvor die Jugendausbildung bei der HSG. „Ich bin ein Trainer, der solche Geschichten würdigt“, sagt Fuladdjusch vor der Partie, die um 16 Uhr angepfiffen wird.

Bei diesen zwei Geschenken möchte es der Übungsleiter dann aber auch belassen. Besonders für die HSG hat Fuladdjusch kein Mitbringsel eingeplant – im Gegenteil: Nach der detaillierten Videoanalyse, in der der Trainer erkannt hat, das gegen den THC durchaus mehr möglich gewesen wäre, hofft er auf eine Überraschung in der Sporthalle am Schulzentrum in Blomberg. „Mit mehr Cleverness hätte das Ergebnis enger ausfallen können. Aber auch so waren wir zufrieden“, meint Fuladdjusch, der auch das 29:29-Remis des THC in Bietigheim in seine Analyse einfließen lässt: „Am Anfang war Thüringen nicht so gut, aber das Ergebnis am Mittwoch wertet unsere Leistung doch noch einmal auf.“

Gute Erinnerungen

An Blomberg haben die Bären indes gute Erinnerungen. In der Vorsaison holten die Kurpfälzerinnen, die damals noch von Katrin Schneider trainiert wurden, ein beachtliches 26:26. Fuladdjusch sagt: „Die Spielweise beider Mannschaften ist zwar noch gleich, Rückschlüsse auf die Partie von damals lassen sich aber nur schwer ziehen. Das Personal hat sich verändert.“

Blomberg verfüge jedoch immer noch über ein „überragendes Tempospiel und eine starke erste und zweite Welle“. Wie geht man dagegen vor? Fuladdjusch fordert: „Wir müssen ihnen früh auf den Füßen stehen und ihr Tempo unterbinden.“ Hilfreich ist da auch das Mitwirken von Brand, die gegen den THC ausschließlich in der Defensive zum Einsatz kam.

Das könnte sich nun wieder ändern, denn der Schulter der Spielmacherin geht es wieder besser, nachdem die hohe Belastung in der Vorbereitung ihr zu schaffen gemacht hatte. Sie hat inzwischen auch die ersten Würfe auf das Tor wieder abgegeben. „Sie trainiert wieder mit, aber wir müssen abwarten. Insgesamt sieht es aber gut aus“, glaubt Fuladdjusch, der mit der gelernten Rechtsaußenspielerin Sophia Sommerrock aber noch ein Ass im Ärmel hat: „Sie hat das super gelöst. Hut ab.“

Geht es nach seiner Wunschvorstellung, dann würde Fuladdjusch am Sonntagabend gerne den Hut vor seiner gesamten Mannschaft ziehen. Da die HSG ihren Saisonauftakt mit 26:22 bei Frisch Auf Göppingen aber gewann, ist das Team aus Ostwestfalen in der Favoritenrolle. Die Position des Außenseiters kennen die Bären aber und fühlen sich darin auch pudelwohl.

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