Lokalsport

Keine normale Spielsituation

Volker Piegsa, SV Sandhausen, reagiert auf Unmut der Fans nach Pokalspiel

Herr Piegsa, 13 695 Zuschauer waren am Freitagabend im „BWT-Stadion am Hardtwald“. Das Spiel musste aufgrund eines Unwetters 45 Minuten später beginnen. Wie fällt Ihr Fazit aus organisatorischer Sicht aus?

Volker Piegsa: Zuallererst bin ich sehr froh, dass wir das Spiel trotz dieser extremen Unwetterlage durchführen konnten und niemand verletzt wurde. Ein Gewitter mit dieser Häufigkeit an Blitzeinschlägen ist für jeden Veranstalter eine große Herausforderung.

Wie wurde aus Vereinssicht auf die kurzfristig veränderte Wetterlage reagiert?

Piegsa: Aus sicherheitstechnischen Gründen mussten wir die Zuschauer aus den nicht überdachten Bereichen unters Dach schicken. Dies wurde teilweise durch das Zusammenrücken der Fans auf den Tribünen ermöglicht, aber natürlich auch durch Ausweichmöglichkeiten in die Bereiche unter den Tribünen. Dies führte leider unweigerlich zu einer höheren Personenzahl in den einzelnen Blöcken. Viele Besucher haben hier unkonventionell Hilfe angeboten und Verständnis gezeigt. Die dadurch zeitweise entstandene Enge entspricht nicht einer normalen Spieltagssituation und war dieser extremen Wettersituation geschuldet. Natürlich sind wir bestrebt, solche Engpässe zu vermeiden und die Servicequalität, wo immer erforderlich, auch sicherzustellen.

Im Umlauf soll es zu Wortgefechten zwischen Ordnern und Zuschauern gekommen sein. Fans hätten ihre Schirme abgeben müssen. Außerdem haben die langen Schlangen an den Getränkeständen für Ärger gesorgt. In der Liga dürfte es auch gegen Karlsruhe, Hamburg und Stuttgart sehr voll werden. Welche Lehren ziehen Sie aus dieser Begegnung?

Piegsa: Die logistische Nachversorgung litt unter den Bedingungen. Das führte zu langen Warteschlangen und teilweise zu einer Verzögerung bei der Getränkeausgabe, allerdings standen nach kurzen Unterbrechungen wieder überall ausreichend Getränke zur Verfügung. Dass derartig geballte Extremsituationen auch mal zu Unverständnis führen, ist für uns nachvollziehbar. Wir sind weiterhin bestrebt, uns zu entwickeln und haben diese Situation intern äußerst kritisch begutachtet und besprochen. Dort, wo wir es für erforderlich erachten, gilt es zeitnah zu reagieren, damit für die kommenden Spiele die Servicequalität sichergestellt ist. Gerne mit einem besser gelaunten Wettergott. mjw/Bild: SVS

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