Lokalsport

Ringen Interessante Konstellation in der Regionalliga / Reilingen/Hockenheim fährt zum Schlusslicht Taisersdorf und erwartet dann Aufstiegskandidat Weitenau-Wieslet

Keiner will aufsteigen – wird die RKG das Zünglein an der Waage?

Verworren bleibt die Situation an der Tabellenspitze der Ringer-Regionalliga, denn die bereits als Meister feststehende Reserve des Bundesligisten TuS Adelhausen darf nicht aufsteigen, weil im Oberhaus bereits dessen erste Mannschaft vertreten ist. So muss der Zweite nach oben und dagegen streiten sich – nach den letzten Ergebnissen zu beurteilen – einige Teams. Am vorletzten Kampftag ist man nun gespannt, wie die einzelnen Mannschaften antreten, um Platz 2 abzuwenden.

Für die die RKG Reilingen/Hockenheim geht es noch ein letztes Mal in die Ferne. Zum abschließenden Auswärtskampf fährt die Ringkampfgemeinschaft zum Schlusslicht KSV Taisersdorf und will die Gunst der Stunde nutzen, um weitere zwei Punkte in der hart umkämpften unteren Tabellenhälfte holen.

Die Gastgeber zeigen sich in dieser Saison alles andere als von ihrer besten Seite und konnten bisher erst zwei Punkte auf ihr Konto erringen. In der Rückrunde ist der KSV auch noch punktlos und steht bereits als sicherer Absteiger fest. Doch in ihrem vorerst letzten Heimkampf in Deutschlands zweithöchster Liga werden die Linzgau-Ringer mit Sicherheit nochmal alles in die Waagschale werfen, um sich ordentlich zu verabschieden.

Gäste sind klarer Favorit

Obwohl es in der Vergangenheit einige recht deutliche Niederlagen gab, kann der KSV Taisersdorf vor allem im Weltergewicht fähige Athleten vorweisen: Marcel Käppeler (75 Kilo Freistil) und Andreas Rinderle (75 Kilo Greco) gehören in der aktuellen Runde jeweils zu den besten Athleten ihrer Gewichtsklasse. Die RKG hingegen befindet sich nach dem Sieg gegen Rheinfelden im leichten Aufschwung und muss bei der Reise zum Bodensee unbedingt Punkte mit nach Hause nehmen, um den möglichen Abstieg zu vermeiden. Die Favoritenrolle liegt auch ganz klar bei den Reilingern, die wieder mit ihrem ausgeglichenen Kader, der starken Moral und überraschenden Wechseln das Verletzungspech vergessen machen will.

Und auch die Konkurrenz ist absolut in Schlagweite: Tabellarisch ist die RKG als Achter einen Punkt hinter dem AB Aichhalden und zwei Punkte hinter der WKG Weitenau-Wieslet (Platz 6) und dem Fünften KSV Schriesheim, die beide nur einen Punkt hinter dem unbeliebten Aufstiegsplatz liegen. Die WKG wird zum Saisonabschluss nach Reilingen kommen und muss an diesem Kampftag gegen Meister TuS Adelhausen II antreten. Es könnte also alles auf einen richtigen Finalkampf in der Fritz-Mannherz-Halle hindeuten. Hierfür muss die RKG allerdings zuerst ihre Hausaufgaben erledigen und den Kampf in Taisersdorf gewinnen. Kampfbeginn ist um 20 Uhr in der Ringerhalle Taisersdorf.

Ketsch beim Neunten

Der KSV Ketsch ist nach guten Leistungen in der Rückrunde ins Mittelfeld der Oberliga gerückt und hat zudem sein Punktekonto ausgeglichen. Beim Neunten KSV Hemsbach (Samstag, 20 Uhr) dürfte es keine Frage sein, dass die Ketscher die Punkte von der Bergstraße mitnehmen und damit den sicheren Abstand zum Tabellenende behaupten können. Im Vorkampf tat sich die Staffel von KSV-Trainer Christoph Ries beim 17:15 wohl etwas schwer, doch inzwischen hat sich der KSV gefestigt und mit guten Leistungen – wie zuletzt beim 19:11 in Kirrlach – überzeugt. Für Markus Herzog, den Vorsitzenden von Ketsch, „sind die Entscheidungen in der Oberliga wohl gefallen, trotzdem wollen wir die Konzentration hochhalten und uns nochmals auf den Gegner einstellen, den wir nicht unterschätzen“. Den Vorkampf beginnen die zweiten Mannschaften um 18.30 Uhr.

Landesligist ASV Eppelheim will weiter ungeschlagen bleiben, dazu muss der ASV aber erst die Aufgabe am Samstag (18.30 Uhr; Steinbachhalle) bei AC Ziegelhausen II lösen. Gerade die ACZ-Reserve war es, die dem ASV beim 28:28 in der Vorrunde den bislang einzigen Punktverlust beigebracht hat. pw/hef

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