Lokalsport

Fußball-Landesliga Punkte aus Neckarbischofsheim entführt

Ketsch ganz kämpferisch

Archivartikel

Aufgrund einer Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt entführte die Spvgg 06 Ketsch am siebten Spieltag der Fußball-Landesliga drei Punkte aus dem Kraichgau. Trotz zweimaligem Rückstand stand am Ende ein 4:2-(0:1)-Sieg gegen Neckarbischofsheim auf dem Tableau.

Noch nie konnte Ketsch aus Neckarbischofsheim etwas Zählbares mitbringen und entsprechend nervös begann die Tondo-Truppe auf dem schwer bespielbaren Geläuf. Die erste vielversprechende Torannäherung verzeichnete Ketsch durch Emre Güc, als dieser zielstrebig in den 16er der Gastgeber drippelte, dann aber den Moment des Abschlusses verpasste (12.). Es folgte eine „kalte Dusche“: Bei einem schnellen Konter der Heimelf sah die Ketscher Hintermannschaft alles andere als gut aus und Pascal Winter nutzte seine Freiheiten zum 1:0 (14.). Die 06er schienen sichtlich geschockt zu sein. Erst in der 43. Minute konnten sie sich wieder dem Tor nähern: Etienne Köhler traf aus spitzem Winkel frei vor dem Kasten stehend lediglich das Außennetz.

Starke rechte Seite

In der zweiten Halbzeit kam Ketsch wie verwandelt aus der Kabine und startete durch. In der 55. Minute kombinierten Kaya, Marzoll und Feßler über rechts und Aiman Kurt vollstreckte in der Mitte eiskalt zum 1:1. Vier Minuten später folgte ein Freistoß für den Gastgeber. Der von Schaardt getretene Ball konnte Marvin Schulz freistehend einköpfen. Erneut Aiman Kurt erzielte den Ausgleich (61.) nach guter Vorarbeit von Daniel Marzoll. Der erst zehn Minuten zuvor aufs Feld gekommene Benjamin Marx setzte sich zentral vor dem Strafraum durch und traf aus knapp 20 Metern neben den rechten Pfosten zur 2:3-Führung für die Ketscher (74). Nun schien der Gastgeber sichtlich geschockt und in der 77. Minute ließ sich ein Heimakteur zu einem überharten Einsteigen gegen Steffen Jung hinreißen – Rot. Ketsch war nun bemüht, in Überzahl den Gastgeber weit vor dem Tor wegzuhalten. Lediglich bei Standards keimte beim TSV noch etwas Hoffnung auf. Die Entscheidung fiel in der Nachspielzeit. Benjamin Marx hatte sich auf der Grundlinie gut durchgesetzt und konnte lediglich noch durch ein Handspiel gebremst werden. Den fälligen Elfer verwandelte Justin Rehberger zum 2:4. jf

Ketsch: Herzog, Jung Stephan, Rehberger, Jung Steffen, Güc (71. Hinzmann), Köhler (82. Merle), Kurt (84. Bauer), Rosenberger, Feßler (62. Marx), Marzoll, Kaya.

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