Lokalsport

Fußball-Verbandsliga SV 98 schlägt den VfR Mannheim mit 2:1 / Gäste verspielen den Aufstieg / Jonathan Babari und Fabian Feigenbutz treffen

Klassenerhalt zum Trainer-Abschied

Archivartikel

Das größte Problem offenbarte sich den Fußballern des SV 98 Schwetzingen erst nach dem Abpfiff der Verbandsligapartie gegen den VfR Mannheim. Der Gaststätte am Schwetzinger Stadion war das Bier für die feierwütige Mannschaft ausgegangen. Feierwütig deshalb, weil die Schwetzinger mit dem glücklichen 2:1-(1:0)-Sieg gegen die Quadratstädter endlich den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht haben.

„Das fühlt sich wunderbar an. Der Druck hat in den vergangenen Wochen immer mehr zugenommen, es war schon sehr unruhig. Der eine Sieg, der uns noch gefehlt hat, wollte einfach nicht kommen, umso besser fühlt es sich jetzt an, dass es endlich geklappt hat“, war Torhüter Steven Ullrich froh über den Dreier.

Dass Freud und Leid sehr nahe beieinander liegen, zeigte sich nach dem Spielende: Denn während die Schwetzinger in einer Jubeltraube untergingen, saßen die Mannheimer enttäuscht am Boden. Mit der Niederlage in der Spargelstadt hat der VfR seine letzte Chance auf die Aufstiegsrelegation verspielt. „Es war irgendwie absehbar, dass es nicht reichen würde. Ich hatte, als ich die Mannschaft mitten in der Rückrunde übernommen habe, immer das Gefühl, dass der entscheidende Tick, die Geilheit, aufsteigen zu wollen, fehlt“, blickte Gäste-Trainer Manuel Wengert, der die Verantwortung für den verpassten Aufstieg übernahm, nüchtern und enttäuscht auf das Verpasste zurück. Er offenbarte gleichzeitig, dass es in der Sommerpause Veränderungen geben werde: „Wir müssen schauen, ob es mit dem einen oder anderen Spieler noch klappt. Zum dritten Mal ist die Mannschaft in der Rückrunde eingebrochen, da stimmt etwas nicht im Gefüge der Mannschaft.“

Fehlende Durchschlagskraft

Die Gefühlslage bei den Schwetzingern war da natürlich ganz anders, wobei es ein ganz hartes Stück Arbeit war. In der ersten Halbzeit dominierte Mannheim die Partie, vergab aber alle sich bietenden Chancen. „Ich möchte dem Gegner nicht zu nahe treten, aber wir müssen zur Halbzeit deutlich führen“, sagte Wengert. Doch immer wieder scheiterten die VfR-Angreifer am starken Schwetzinger Rückhalt Steven Ullrich, der sichtlich Spaß an der Begegnung fand: „Wenn das Spiel positiv ausgeht und man eine Menge zu tun hat, dann ist das schon schön.“ Hinten stand also ein überragender Torwart zwischen den Pfosten und vorne traf Jonathan Babari nach einem Freistoß von Fabian Wild (44.). Doch nach der Pause überwand Daniel Herm Ullrich zum überfälligen Ausgleich (52.). Den Mannheimern fehlte insgesamt die Durchschlagskraft und da sie nach einem weiteren Standard nicht aktiv nachrückten, bugsierte Fabian Feigenbutz den Ball zum 2:1 für die Hausherren über die Linie. Als in der Schlussminute auch noch Wild auf der eigenen Linie klären konnte, war der Erfolg der Schwetzinger perfekt.

Der Klassenerhalt ist zudem ein schönes Abschiedsgeschenk für das scheidende Trainerduo Michael Köpper/Willi Schöneck. „Das war mein Wunsch, das habe ich den Jungs eingebläut und ich bin froh, dass wir unser Ziel erreicht haben“, sagte Michael Köpper, ehe er dann doch noch ein Bier auftreiben konnte – verdient haben es sich die Schwetzinger auf jeden Fall.

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