Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga SV Sandhausen erwartet Nürnberg und möchte letzte Zweifel beseitigen / Manuel Stiefler fällt mit Bänderriss aus

Kocak erwartet eine Reaktion

Archivartikel

Zum 33. Spieltag empfängt der SV Sandhausen am kommenden Sonntag, 6. Mai, mit dem 1. FC Nürnberg den Tabellenzweiten der 2. Fußball-Bundesliga. Anpfiff im BWT-Stadion am Hardtwald ist um 15.30 Uhr. Während Rechtsverteidiger Philipp Klingmann bereits erste Wettkampfminuten bei der U 23 des SVS sammelte und wieder voll mittrainiert, zog sich sein Vertreter Manuel Stiefler einen Außenbandriss im Knöchel zu und fällt für den Rest der Runde aus.

Hinter das vergangene Spiel beim 1. FC Heidenheim sei mittlerweile ein Haken gemacht worden, stellte SVS-Trainer Kenan Kocak auf der Pressekonferenz vor der Partie klar. Im Auswärtsspiel auf der Ostalb habe es gleich mehrere „Totalausfälle“ gegeben.

„Typen“ gefordert

„Ich erwarte, dass die Spieler am Sonntag gegen Nürnberg eine Reaktion und wieder ihr wahres Gesicht zeigen. Das sind wir dem Verein und auch den Fans schuldig“, beteuerte der 37-jährige Fußballlehrer. „Ich brauche wieder Typen, die Spiele gewinnen wollen.“

Rechtsverteidiger Philipp Klingmann, der sich am 21. Spieltag bei Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf einen Schädelbruch zugezogen hatte, gibt eine klare Marschroute vor: „Nach dem Heidenheim-Spiel waren die Jungs erst einmal geknickt. Das war eines der wenigen Spiele, in denen wir nicht bis an unsere Leistungsgrenze gegangen sind. Aber eines steht fest: Gegen Nürnberg wollen wir es wieder gut machen. Am besten mit drei Punkten.“

Klingmann wieder voll im Saft

Ob der 30-Jährige dabei selbst mitwirken wird, wollte Kocak heute nicht bestätigen: „,Klinges’ Ausfall war damals ein herber Verlust für uns. Es freut mich wirklich sehr, dass er wieder mit dabei ist.“ Auch Klingmann selbst war nach seinem Einsatz bei der U 23 am vergangenen Samstag in Spielberg „überglücklich“, zumal der gebürtige Heidelberger einen direkten Freistoß zum 1:0 verwandelte (Endstand 7:0).

„Nach dem Zusammenprall im Düsseldorf-Spiel hatte ich lange Zeit Probleme mit meinen Augen. Da wurde zwischenzeitlich vermutet, dass der Sehnerv etwas abbekommen hat. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich wieder richtig sehen konnte. Mittlerweile ist aber alles wieder gut.“

Über einen Einsatz noch in dieser Runde würde sich Klingmann zwar freuen, stellte aber gleichzeitig den Erfolg der Mannschaft in der Vordergrund: „Wir brauchen im Kampf um den Klassenerhalt Spieler, die zu 100 Prozent fit sind und Spielpraxis haben.“

Nicht dazugehören wird definitiv Manuel Stiefler. Der Gewinner des „Tor des Monats März“ der ARD-Sportschau zog sich einen Innenbandriss im Knöchel zu und fällt für den Rest der Runde aus.

Auch der ehemalige Nürnberger Rurik Gislason ist weiterhin angeschlagen und muss um einen Einsatz gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber bangen.

„Wissen, was auf uns zukommt“

Und der stehe nicht umsonst an zweiter Stelle im Tableau des Unterhauses, versicherte Kocak. Der 1. FC Nürnberg habe mit Lukas Mühl und Georg Margreitter zwei hervorragende Innenverteidiger und auch den zuletzt angeschlagenen Ewerton erwartet Kocak in dieser Woche zurück.

Mit Enrico Valentini und Tim Leibold verfüge der FCN zudem über zwei starke Außenverteidiger, die stets den Drang über die Außen suchen und ein fantastisches Umschaltspiel aufziehen. Hinzu käme Torjäger Mikael Ishak, der seit seiner Rückkehr offensiv wieder für Furore sorgt.

„Wir wissen also, was auf uns zukommt“, versicherte Kocak. Dabei sei dem Fußballlehrer auch egal, wie viele Zuschauer aus Nürnberg am Sonntag an den Hardtwald kämen. „Wir schauen nur auf uns. Auch wir haben unsere Qualitäten und wir wollen das Spiel gewinnen.“

Der SVS könnte mit einem Sieg den Klassenerhalt rechnerisch perfekt machen . zg

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