Lokalsport

Handball-Badenliga HG II zieht im Schlussspurt an HSV vorbei

Konzentration bleibt auf der Strecke

Archivartikel

Lange Zeit lag die HG Oftersheim/Schwetzingen II in ihrem zweiten Handball-Badenliga-Derby gegen den HSV Hockenheim in Rückstand, aber am Ende drehte sie gewaltig auf. Nach dem 21:24 (42.) setzte sie zum Überholen an und war von nun an die spielbestimmende Mannschaft (29:25) und siegte 33:30 (14:16).

Die HG hatte fast ihren kompletten Kader zur Verfügung, konnte allerdings im Gegensatz zur Vorwoche auch nicht auf die „Hilfskräfte“ aus der „Ersten“, die zeitgleich in Hanau spielten, zurückgreifen. Diese hatten in Reilingen die Lücken aufgefüllt. Während der HSV neben den Langzeitverletzten kurzfristig auf Torwart Robbie Sowden aus privaten Gründen verzichten musste, was sich insbesondere gegen Ende der Partie bemerkbar machte, als Kraft und Konzentration der Hockenheimer nachließen.

Hirsch mit „bockstarker Leistung“

„Uns war schon im Vorfeld eigentlich klar, dass dem HSV am Ende die Luft ausgehen würde“, meinte HG-Trainer Frederic Fehrenbach. „Wir hatten ganz klar einen Matchplan, haben die Aufgaben auf viele Schultern verteilt. Es war abgesprochen, dass, wenn wir in der 45. Minute mit zwei bis drei Toren hinten sind, wir aufgrund der Breite unseres Kaders das Spiel drehen werden. Dies zeigt sich auch bei David-Denny Hirsch, der in Reilingen keine Einsatzzeit hatte, heute über 40 Minuten eine bockstarke Leistung in Angriff und Abwehr zeigte. Wir haben wohl in der Vorbereitung einiges richtig gemacht.“

Und fast wie vorhergesagt kam es dann auch. In doppelter Unterzahl sorgte Lucas Gartner mit dem 21:22 für ein erstes Signal. Hockenheim zog noch einmal mit einem Doppelschlag von Florian Rech und (dann auch in Unterzahl) von Rouven Müller kurz davon. Aber kurz darauf übernahmen die Hausherren komplett das Kommando. Während einer weiteren eigenen Zeitstrafe sorgten Christoph Lahme und der fast fehlerfreie Adrian Wiegand für das 28:25. Eine Auszeit von HSV-Coach Admir Kalabic beantworteten HG-Deckung und Thorsten Micke mit dem 29:25. „Spielerisch und in der Abwehr war das noch nicht zu 100 Prozent unser Spiel. Aber mit der kämpferischen Leistung, ausgenommen in den ersten zehn Minuten, die wir komplett verschlafen haben, bin ich sehr zufrieden“, ist Fehrenbach mit Rundenauftakt und der Weiterentwicklung, der Einstellung in seinem Team zufrieden. mj/bkl

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