Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga SVS muss in Dresden ran / Trainer übt Kritik

Koschinat bemängelt „Mentalität“

Archivartikel

Fußball-Zweitligist SV Sandhausen tritt am heutigen Freitag bei der SG Dynamo Dresden an. Anpfiff im Rudolf-Harbig-Stadion ist um 18.30 Uhr.

Die Halbzeitansprache sei durchaus etwas lauter gewesen, erzählte SVS-Trainer Uwe Koschinat nach dem Pokal-Aus in Heidenheim (0:3). Beim Pressegespräch bemängelte er vor allem die „desaströse Mentalität“. Denn die sei beispielsweise in Paderborn deutlich besser gewesen. „So wie wir in der Anfangsphase agiert haben, spielt man, wenn man verlieren will. Aber wir haben heute ausführlich und sehr intensiv über die Partie gesprochen und sie aufgearbeitet.“

Gíslason fraglich

Dass sich der SVS in den 20 Minuten vor und nach der Halbzeit noch einmal aufraffte und versuchte, das Spiel doch noch einmal zu drehen, rechnet der Fußballlehrer seinem Team hoch an. Gerade inmitten einer englischen Woche wie dieser, in der die Sandhäuser drei Auswärtsspiele innerhalb von sieben Tagen zu absolvieren haben.

Die dritte Begegnung führt die Schwarz-Weißen eben nach Dresden, wo Koschinat wieder auf Denis Linsmayer zurückgreifen kann, der gestern eine Pause bekam. Weiterhin aussetzen müssen die Langzeitverletzten Ken Gipson, Nejmeddin Daghfous und Tim Knipping. Seit gut anderthalb Wochen ist nach überstandenem Riss des Syndesmosebandes im linken Fuß Torhüter Marcel Schuhen wieder im Training.

Ob WM-Fahrer Rúrik Gíslason schon wieder mitwirken kann, sollte die Trainingseinheit am Feiertag zeigen. Wie sich der Trainer letztlich entscheiden wird, kommt erst bei der Aufstellung in Dresden zutage. Der Isländer zog sich beim Auswärtsspiel in Paderborn eine Fleischwunde am Schienbein zu und fiel für das Pokalspiel in Heidenheim aus.

Kister erleidet Mittelfußbruch

Dort zog sich Innenverteidiger Tim Kister einen Mittelfußbruch zu. Der ehemalige Dynamo-Spieler verletzte sich am gestrigen Abend in der Schlussphase der Partie bei der Landung nach einem Kopfballduell am rechten Fuß. Die medizinische Untersuchung ergab am Mittwoch die Diagnose Mittelfußbruch, derzeit wird eine Ausfallzeit von zehn bis zwölf Wochen prognostiziert.

Erst im März dieses Jahres zog sich der 31-Jährige im Training die gleiche Verletzung zu und fiel für den Rest der vergangenen Spielzeit aus. Kister stand in der Saison 2018/19 in jedem Pflichtspiel in der Startformation und hat von allen SVS-Spielern die längste Einsatzzeit.

Bis zu letzten Patrone

Doch all diesen Widrigkeiten zum Trotz erwartet Koschinat von seiner Mannschaft, dass sie am heute in Dresden „bis zur letzten Patrone alles gibt. Da darf auch die durchaus wettbewerbseingreifende Ansetzung keine Ausrede sein. Wir dürfen in der 2. Liga nicht so einfach „pressbar“ sein, wie in Heidenheim, denn Dresden wird eine ähnliche Spielweise an den Tag legen“. Auch Dynamo könne das Tempo jederzeit verschärfen und gemeinsam mit seinen Zuschauern fighten. „Uns erwartet zum Abschluss der englischen Woche ein heißer Kampf, den wir aber gerne annehmen.“ mbe/zg

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