Lokalsport

2. Handball-Bundesliga Frauen Gegen Geddern/Nidda ist Geduld gefragt / Schneider nimmt sich und ihre Spielerinnen in die Pflicht

Kurpfalz-Bären daheim als hoher Favorit

Archivartikel

Kate Schneider wirkt in den letzten Wochen immer etwas angefressen, wenn sie auf den möglichen Aufstieg des von ihr trainierten Handball-Zweitligisten Kurpfalz-Bären Ketsch in die erste Liga angesprochen wird. So auch vor der anstehenden Begegnung mit der HSG Gedern/Nidda, die als aktuell Vorletzter an den Altrhein kommt.

Sie führt die beiden Heimniederlagen gegen Nürtingen und Rödertal zwar nicht auf die Ungeduld der Fans zurück, betont aber, dass die Mannschaft in fremden Hallen abgeklärter spielt als in der Neurotthalle: „Die Atmosphäre bei unseren Heimspielen finde ich toll, aber sie führt auch dazu, dass wir zu ungeduldig und manchmal auch hektisch agieren, weil alle glauben, dass wir den Gegner überrennen müssen. Da diese sich aber immer besser auf unser Spiel einstellen und alles versuchen, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, machen wir oft leichte Fehler, die uns ins Hintertreffen bringen und wir einem Rückstand hinterherlaufen müssen.“

Der Aufsteiger vom Vogelsberg in der Wetterau ist nach einer passa-blen Vorrunde etwas ins Schlingern geraten. Den einzigen Punkt in diesem Jahr ergatterte er mit dem 25:25 beim Tabellenletzten in Trier. Dennoch hat sich das Team noch nicht aufgegeben, auch wenn es bei der 25:30-Heimniederlage gegen die Füchse Berlin erneut eine herbe Enttäuschung gab. Für Trainer Christian Breiler aber sicherlich kein Grund, die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufzugeben. Er ist seit 2010 im Amt und hat ein Team aufgebaut, das kämpferisch überzeugt.

„Es gibt keine Selbstläufer“

Am auffälligsten in dieser Saison waren bislang die hoch aufgeschossene Kristin Amos als Rückraumschützin (fünftbeste Torjägerin der Liga mit 6,5 Toren im Schnitt) und die unermüdlich rackernde Kreisläuferin Leonie Nowak.

Während die Bären 2018 monatelang zu Hause ungeschlagen blieben, setzte es im Februar gleich die angesprochenen Heimniederlagen. Dafür waren sie auswärts gleich dreimal in Kirchhof, Waiblingen und zuletzt in Harrislee erfolgreich. Grund genug für Schneider sich und ihre Spielerinnen in die Pflicht zu nehmen. „Klar gehen wir als Favorit in dieses Spiel. Wir haben aber erleben müssen, dass es in dieser Liga keinen Selbstläufer gibt. Daher sind wir gefordert, den Gegner äußerst ernst zu nehmen und dieses Mal nicht in einen Rückstand zu geraten.“

Mit Verena Oßwald, Sina Michels und der wieder einsatzfähigen Lara Eckhardt, die alle häufig von der Auswechselbank kommen, hat Ketsch drei Schützinnen in der Hinterhand, die wieder entscheidend in das Spielgeschehen eingreifen könnten. zg

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