Lokalsport

Frauen-Handball Neuverpflichtung bei der TSG II / Spielerin kommt vom TSV Birkenau zurück

Laura Essmann verstärkt Ketsch im Tor

In den etwas unstrukturierten Spielplänen in den oberen und mittleren Frauen-Handballligen stehen teilweise Begegnungen auf der Tagesordnung, bei denen der Ausgang leicht prognostizierbar scheint.

Die TSG Ketsch II reist weit in den Osten der 3. Liga, zum Tabellenletzten SVU Halle-Neustadt (Samstag, 16 Uhr), der jedoch in den zurückliegenden Begegnungen durchaus gute Leistungen gezeigt hatte. Auf der Suche nach einer Torhüterin ist Ketsch überraschend fündig geworden. Denn Leonie Moormann ist ja für Sabine Stockhorst (Babypause) in den Kader der Kurpfalz-Bären gerückt. Als der „Buschfunk“ von Differenzen beim TSV Birkenau munkelte, ergriff Ketsch schnell die Initiative und verpflichtete mit Laura Essmann eine alte Bekannte, die nun mit Katrin Rüttinger das Keeper-Gespann bilden wird. „Wir freuen uns sehr, dass sie wieder da ist“, sagte Trainer Adrian Fuladdjusch. Allerdings muss Essmann noch eine Woche auf ihr Comeback warten. Dafür wird zum ersten Mal nach ihrem halbjährigen Auslandsaufenthalt Katja Hinzmann wieder das Torwart-Trikot mit der Nummer 7 überstreifen.

Völlig offen bleibt, ob einige Erstmannschaftsspielerinnen die Fahrt mitmachen werden. „Wir müssen sehr konzentriert auftreten, wartet auf uns doch eine Mannschaft, die alles geben wird, um sich wichtige Punkte für den Klassenerhalt zu sichern“, erwartet Fuladdjusch.

Konzentration ist das A und O

Nach dem Kantersieg über ein überfordert wirkendes Leinfelden/Echterdingen geht es für die HSG St. Leon/Reilingen nun gegen die HSG Strohgäu. „Da gilt es, an die Leistung vom letzten Sieg und an die Intensität anzuknüpfen und nachzulegen“, fordert Trainer Sascha Kuhn. Denn die Mädels aus Hemmingen und Schwieberdingen sind auswärts ab und an für Überraschungen gut. Die zweitplatzierte heimische HSG geht dennoch als haushoher Favorit in diese Begegnung. Für Kuhn ist die Partie ein Vier-Punkte-Spiel: „Gewinnen wir, setzen wir uns vom Mittelfeld erst einmal ab. Strohgäu ist außerdem ein Gegner, der uns immer Schwierigkeiten gemacht hat – vor allem auswärts. Diese Hürde haben wir im Hinspiel gemeistert, allerdings haben wir erst Ende der ersten Halbzeit zu unserem schnellen Spiel zurückgefunden. Für uns gilt es deshalb, konzentriert in das Spiel zu gehen. Wir gelten als Favorit und wollen dieser Rolle gerecht werden.“

Nach den beiden zuletzt verlorenen Partien will und muss Badenligist TV Brühl wieder in die Spur kommen. Dies soll beim Aufsteiger TV Dielheim der Fall sein (Sonntag, 15.30 Uhr). Auf dem Papier gilt der TVB als klarer Favorit (Hinspiel 31:20), hat doch der TVD nur zwei Spiele gewonnen, die Zähler daraus fielen aber wegen Punktabzügen (fehlendes Schiedsrichtersoll) ins Wasser.

Brühls Trainerin Kerstin Siebenlist tritt vorab auf die Euphoriebremse: „Der derzeitige Leistungsstand des Gastgebers ist ein anderer als in der Vorrunde, die Leimbachhalle ist harzfrei und wir müssen weitere Ausfälle verkraften. Das wird nicht einfach.“ Nicht mit dabei sind krankheitsbedingt Lisa Naber, berufsbedingt Lisa Bühn und aus privaten Gründen Anja Gross. Es wird also erneut zu Umstellungen kommen. Erfreulich ist der Einsatz von Maike Renkert und Maike Röschel, die wieder mit von der Partie sind.

Auswärts sind auch die Spielerinnen von St. Leon/Reilingen II gefordert. Sie führt der Weg zur SG Heidelsheim/Helmsheim II. In der Heidelsheimer Sporthalle (Sonntag, 16 Uhr) wäre wie in der Vorwoche gegen den Vorletzten TG Pforzheim II alles andere als ein klarer Pflichtsieg gegen das Schlusslicht wohl sicherlich eine Enttäuschung. mj/zg

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