Lokalsport

Lobenswertes Herangehen

Archivartikel

Das Unternehmen Epple steckt viele Millionen Euro in das ehemalige Pfaudler-Areal. Eine riesige Investition einer privaten Firma und von privaten Geldgebern. Der Bauträger muss am Ende auch den Kopf hinhalten, falls es schiefgehen sollte. Epple muss natürlich die städtebaulichen Anforderungen und die Umweltbelange bei dem Projekt berücksichtigen, die Anregungen der Bürger aufnehmen muss das Unternehmen allerdings nicht. Umso lobenswerter ist der für die Immobilienbranche ungewöhnliche Ansatz einer Bürgerbeteiligung in einem noch sehr frühen Stadium der Projektentwicklung.

Das Quartier am Turm in Heidelberg, das zwischen 2002 und 2012 auf einem brachliegenden Industriegelände als neuer Stadtteil mit fast 600 Wohneinheiten und unterschiedlichsten Wohnformen entstand, darf als Beispiel für städtebauliche und architektonische Qualität herhalten. Davon kann sich jeder selbst überzeugen bei einem Spaziergang durch das Wohngebiet. Die gesamte Projektentwicklung dort stand unter dem Thema klassische Musik. Für Schwetzingen denken Künstler ebenfalls darüber nach, wie sich das Pfaudler-Areal zu einem kunstinspirierten Quartier entwickeln lässt. Man darf gespannt sein. An Anregungen der Bürger mangelt es nicht. Wasserspiele, Seniorenwohnen, Besucherparken, Lärmschutz, Elektromobilität, Begegnungsstätten, Inklusion, Kinderbetreuung, Restaurants, Drohnenlandeplätze, Tanzflächen, Hundewiese, Grillplatz, Geschäfte, Arztpraxis – die Ideen sprudelten und sind so vielfältig, wie die Menschen, die später einmal in diesem Quartier wohnen werden.

Und die Beratung, nicht nur durch Architekten und Stadtplaner, darf sogar noch weitergehen. Wenn nur die Hälfte der pfiffigen Anregungen in die Quartiersentwicklung mit einfließt, wird der Standort an der Pfaudler-Straße etwas ganz Besonderes.

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