Lokalsport

Handball Vor dem Start in die zweite Saisonhälfte blicken wir auf die Situation der hiesigen Mannschaften in den Landes-, Bezirks- und Kreisligen

Martin Schnetz erwartet „heißen Dreikampf“

Es ist überaus schwierig, eine vernünftige Zwischenbilanz über das Handball-Geschehen in den verschiedenen Männer-Kreis- und Frauen-Bezirksligen sowie den übergeordneten Landesligen für die Mannschaften aus unserem Verbreitungsgebiet zu erstellen – zu unterschiedlich ist das bisher absolvierte Programm. So haben einige Teams noch nicht einmal die Vorrunde komplettiert, bestritten dafür aber schon Rückspiele. Insgesamt ergibt sich eine Spanne von nur sieben bis zu zwölf absolvierten Partien in der 1. und 2. Kreisliga. Ähnliches Chaos herrscht bei den Handballerinnen.

Landesliga Männer

TV Eppelheim II: Nach dem souveränen Aufstieg ist Eppelheim in der Landesliga noch nicht so richtig angekommen, ziert gemeinsam mit Bammental das Tabellenende. Allerdings fielen die meisten Niederlagen moderat aus, was Anlass zu Hoffnungen geben dürfte. Denn die komplette untere Hälfte der Liga muss sich Gedanken um den Klassenerhalt machen.

1. Kreisliga Männer

TSG Eintracht Plankstadt II: In der 1. Kreisliga sind diese Runde nur der TV Brühl und Plankstadt II aus unserer Region angesiedelt. Und die TSG Eintracht wird als Zweiter in der Tabelle geführt, ist aber mit nur drei Minuspunkten heimlicher Spitzenreiter. Das Trainertrio hatte vor der Saison die klare Ansage gemacht, dass keine Punkte vor heimischer Kulisse abgegeben werden dürfen – Mission bislang erfüllt. Ob dies so bleibt und möglicherweise der Landesligaaufstieg winkt, wird sich bald entscheiden. Am Sonntag (12. Januar, 18.30 Uhr) kommt der offizielle Tabellenführer TV Edingen zum Hinrundenabschluss. Danach sollte erst mal geklärt sein, wer die Nase im Titelrennen vorübergehend vorne hat. Das Rückspiel in Edingen folgt dann schon am 1. März.

TV Brühl: Auch noch nicht ganz aus dem Rennen um die Meisterschaft ist Brühl, das den Abstieg aus der Landesliga wohl gut verdaut hat und mit nur fünf Minuspunkten belastet ist. Positiv fallen dabei drei gewonnene Zähler gegen Edingen (23:23 auswärts und vor Weihnachten 34:22) ins Gewicht, gegen Plankstadt gab es ebenfalls einen Kantersieg. Aber Ausrutscher sollten möglichst vermieden werden, so wie jetzt am Samstag (11. Januar, 18 Uhr), wenn es zum TVG Großsachsen III geht.

2. Kreisliga Männer

TSG Ketsch: Im Prinzip liegt der Spitzenreiter der 2. Kreisliga voll auf Kurs, hat sein Ziel Wiederaufstieg noch fest im Blick. Wenig passen dazu aber die drei Miesen, die bislang eingefahren wurden. Denn die TSG wird dicht verfolgt von Viernheim III (-4, gewann gegen Ketsch in harzfreier Halle) und Hockenheim II (-5). Trainer Martin Schnetz, der laut Gerüchten von anderen höherklassigen Clubs umworben wird, fordert von seinen Männern ständig „110-prozentigen Einsatz und Willen“. Diese Vorgabe wurde aber nicht immer – auch bei den Erfolgen – zu 100 Prozent auf die Platte gebracht und wird im restlichen Rundenverlauf sicherlich noch von Nöten sein. „Das wird ein heißer Dreikampf“, erwartet Schnetz. „Wir müssen Heimspiele gegen Hockenheim und Viernheim gewinnen, dann sieht es ganz gut aus, ansonsten wird es eng.“ Aber er unterschätzt auch andere Gegner nicht. „Harzfrei in Vogelstang zu spielen, wird sicherlich nicht einfach für uns sein.“

HSG St. Leon/Reilingen II: Anscheinend im tabellarischen Niemandsland befindet sich die HSG als Siebter mit ausgeglichenem Konto (10:10). Doch der Weg zu den Abstiegsrängen könnte schneller beschritten werden, als mancher glaubt. Denn die nachfolgenden Teams haben zuletzt doch immer wieder gepunktet. Aber auch nach vorne ist noch einiges drin, sollte eine gewisse Kontinuität in der Leistungsbreite eintreten.

HSG Lußheim: Es hatte bis in den November gedauert, bis Lußheim seinen ersten Sieg bejubeln durfte. Dieser fiel mit 29:28 über die HG Oftersheim/Schwetzingen III ziemlich knapp aus, das Kunststück wurde beim Rückspiel mit einem 30:29-Auswärtserfolg wiederholt. Knapp war es auch gegen Spitzenreiter Ketsch, was in einem Unentschieden endete, der sich nach Meinung einiger HSG-Akteure seiner Sache beim 14:19 zu sicher wähnte und noch die Punkteteilung zulassen musste. Dadurch ist Lußheim nun Achter mit 8:16 Punkten, aber im Tabellenkeller geht es recht eng zu. Um diesem zu entfleuchen, benötigt die Mannschaft in ihren Auftritten mehr Konstanz.

HG Oftersheim/Schwetzingen III:

Mehr Konstanz würde auch der der HG, aktuell Zehnter mit 7:17 Zählern, gut zu Gesicht stehen. Dies bezieht sich zum einem auf die Spiele direkt. So hatte die HG gegen Lußheim noch 29:24 geführt, bevor der Gast triumphierte. Mehr Kontinuität wünscht sich Trainer Örs Konrad aber zum anderen auch in seinen Aufstellungen, die aus verschiedenen Gründen (Verletzungen, berufliche oder private Verhinderungen) extrem starken Schwankungen unterworfen sind.

TV Brühl II: Ganz kalt zieht es momentan beim TV Brühl II rein, der als Letzter (4:14) die Tabelle abschließt. Zu oft präsentiert sich das Team „von der Rolle“, was in teils herben Niederlagen gipfelt. Besonders schwierig macht es die Situation, dass die Begegnungen gegen die ebenfalls vom Abstieg bedrohte Konkurrenz allesamt verloren gingen.

Landesliga Frauen

TV Eppelheim: Besser als die TVE-Reservemänner machen es derzeit die Eppelheimer Frauen. Sie sind ebenfalls aus der Kreisliga in die Landesliga aufgestiegen und rangieren hinter dem souveränen Führungsduo Malsch und Ilvesheim auf dem dritten Rang. Einer Fortsetzung des Engagements in Badens Drittklassigkeit sollte also nur wenig im Wege stehen.

1. Bezirksliga Frauen

HSG Lußheim: In der 1. Bezirksliga tut sich die HSG noch schwer. Dabei hatte Lußheim nur knapp die letzte Meisterschaft in Mannheims 1. Kreisliga und damit den Aufstieg in die Landesliga verpasst. Besonders die Konkurrenz aus dem Heidelberger Kreis machte schwer zu schaffen. Siege gab es für das Team um Coach Andreas Zirnstein bislang nur gegen Waldhof und – denkbar knapp mit 15:14 - über die HG Oftersheim/Schwetzingen II. Einige Male verließen die Mannschaft in der berüchtigten Crunchtime die Kräfte und sie musste den Gegner ziehen lassen. Als nächster Gast kommt nun der TSV Wieblingen (Samstag, 11. Januar, 16.30 Uhr) nach Altlußheim. Und da sollte gegen das punktlose Schlusslicht ein Sieg Pflicht sein.

HG Oftersheim/Schwetzingen II:

Die HG steckt ebenfalls mitten im Abstiegskampf. Sie hat zwar schon einen Zähler mehr als die lokale Konkurrenz eingefahren, ist aber auch mit drei Minuspunkten mehr belastet. Trotzdem zieht Trainer Alexander Bender ein einigermaßen zufriedenes Zwischenfazit, sieht er doch gewisse Fortschritte bei seinen Mädels (Team ist mit etlichen Jugendspielerinnen bestückt), die sich noch in ständiger Ausbildung befänden. Und einige seiner Schützlinge haben auch schon den Sprung in die Oberliga-Truppe geschafft, was mit das Hauptziel seiner Arbeit ist.

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