Lokalsport

Im Interview Katrin Schneider spricht über das letzte Saisonspiel der Kurpfalz-Bären in Bremen / Allen Spielerinnen Einsatzzeit geben

„Meine Mannschaft soll den Tag genießen“

Die Kurpfalz-Bären haben ihr Ziel erreicht und stehen seit vergangenen Samstag als Aufsteiger in die Handball-Bundesliga fest. Vorbei ist die Runde damit aber noch nicht, denn am Samstag, 18. Mai, 18 Uhr, tritt Ketsch noch beim SV Werder Bremen an. Vor dem Saisonfinale haben wir mit Katrin Schneider (Bild: IHB/Bären), der Ketscher Übungsleiterin, über die Aufstiegsrunde gesprochen.

Die Aufstiegsparty in der Rheinhalle ging am vergangenen Sonntag bis in die frühen Morgenstunden. Haben alle Spielerinnen die Feierlichkeiten gut überstanden?

Katrin Schneider: Ich würde unsere Abschlussparty als erfolgreich betiteln. Alle haben gut gefeiert und ich denke, dass sich die Mannschaft das nach dieser Saison mehr als verdient hat.

Wie schwer fiel es in der Trainingswoche, den Fokus auf das letzte Spiel zu lenken? Schließlich hat Ihre Mannschaft das große Ziel erreicht.

Schneider: Eigentlich geht es im letzten Spiel nur noch um die goldene Ananas. Aber ich würde die Runde gerne mit einem positiven Gefühl beenden. Von diesem Vorhaben weiß die Mannschaft. Wir wollen ein gutes Spiel machen und uns ordentlich verabschieden.

Ihre Mannschaft hat eine ganz starke Saison gespielt. Was hat Sie am meisten überrascht?

Schneider: Die Konstanz, die wir während der Runde gezeigt haben. Unser Kampfgeist, der absolute Wille und das Mannschaftsgefüge waren Faktoren, die für uns gesprochen haben. Wenn es mal schlechter lief, dann ist der Club enger zusammengerückt. Das hat uns ausgezeichnet.

Sie sind eine junge Trainerin. Was haben Sie über sich selbst gelernt?

Schneider: Zum Beispiel, verschiedene Situationen in Ruhe und mit Abstand zu betrachten und nicht allzu impulsiv oder emotional zu reagieren. Ich denke, ich konnte mir mit meiner akribischen Vorbereitung auf die Spiele doch ab und an einen Vorteil verschaffen und werde das auch so weiterführen. Für das nächste Jahr sollte ich vielleicht mitnehmen, mal etwas zu riskieren und nicht immer alle Varianten zu bedenken, bevor ich handle. Ich bin einfach froh, dass der Kader ein zweites Mal so zusammenbleibt.

Wie sieht es am Wochenende in personeller Hinsicht aus? Geben Sie den Spielerinnen, die zuletzt nicht so häufig spielen durften, mehr Einsatzzeit?

Schneider: Ich möchte in Bremen jeder Spielerin Einsatzzeit geben. Jede Einzelne hat es verdient, noch einmal ein paar Minuten auf der Platte zu stehen. Und wir beenden die Saison so, wie wir sie auch begonnen haben: als Team. Es ist eine Belohnung, denn der Einsatz des kompletten Kaders war vorbildlich.

Noch einmal zum Gegner: Im Hinspiel haben die Bären 34:25 gewonnen. Was erwarten Sie im zweiten Duell?

Schneider: Bremen verfügt über eine super Mannschaft. Natürlich wollen sie ihr letztes Heimspiel gewinnen. Sie spielen mit sehr viel Druck zum Tor und speziell in den vergangenen Spielen konnten sie ihre Gegner überraschen. Bei uns muss vieles zusammenpassen, damit wir mit etwas Zählbarem im Gepäck nach Hause kommen. mjw

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional