Lokalsport

3. Handball-Liga Frauen Saisonstart für die Ketscher Juniorbären zu Hause gegen die HSG Gedern/Nidda / Zum ersten Mal in die Ost-Staffel eingeteilt

Mit bedingungslosem Tempo zum erneuten Klassenerhalt kommen

„Wir haben unser Ziel erreicht“, ist Adrian Fuladdjusch (Bild), Handballtrainer der TSG Ketsch II, mit der abgelaufenen Saison in der 3. Liga zufrieden: „Wir haben die Klasse gehalten und unsere jungen Spielerinnen haben sich wunderbar weiterentwickelt.“ Hilfreich, wenn auch weniger schön, war dabei auch eine Phase, in der die Bundesliga-Reserve sieben Spiele nacheinander nicht gewann.

In dieser Zeit hat der erfolgsverwöhnte Coach häufig gezweifelt, letztendlich aber auch eine Menge dazugelernt: „So etwas hatte ich in meiner ganzen Karriere noch nicht. Man hinterfragt in so einer Zeit alles, aber der Führungskreis hat mir Mut zugesprochen und Ruhe ausgestrahlt, das hat gutgetan.“

Wichtige Ansprechpartner in dieser Zeit waren unter anderem Linksaußenspielerin Theresa Köhler und Spielmacherin Julia Löbich, die in der am Sonntag beginnenden Saison nicht mehr im Aufgebot stehen werden. Auch die Torhüterinnen Katja Heinzmann und Laura Essmann haben ihre Laufbahn beendet. „Sie werden charakterlich fehlen, weil viele Talente sich an ihnen hochziehen konnten. Durch die Abgänge entstehen Lücken“, gibt Fuladdjusch zu. Er glaubt aber auch, dass es bereits Akteurinnen in seinem Kader gibt, die die Lücken füllen können. Zumal auf externe Verstärkungen verzichtet wurde.

Einen Sprung gemacht

Einen großen Anteil an der Kehrtwende im vergangenen Jahr hatten aber auch die Spielerinnen, die aus der ersten Mannschaft im zweiten Glied ausgeholfen haben. Wobei Fuladdjusch den Begriff „Erstmannschaftsspielerin“ so nicht stehen lassen möchte: „Diejenigen, die bei uns ausgeholfen haben, waren in der 2. Liga meistens nicht über 45 Minuten auf dem Feld gestanden, deswegen sehe ich sie eher als ,Pendelspielerinnen‘ zwischen erster und zweiter Mannschaft.“ In Zukunft, glaubt der Coach, könne das Drittligateam auch ohne Verstärkung von oben Punkte sammeln: „Viele Mädels haben einen Sprung gemacht.“ Klar ist ihm aber auch: „Ohne die Spielerinnen, die zwischen beiden Mannschaften hin- und herspringen, wird es nicht gehen. Diese Philosophie gehört zu unserem Gesamtkonzept.“ Ebenso wie die Tatsache, dass viele Spielerinnen aus der A- und B-Jugend Drittligaluft schnuppern werden.

Unbekannte Liga

Mit Blick auf die Vorbereitung sagt Fuladdjusch: „Wir hatten Höhen und Tiefen, aber das muss auch so sein. Wir sind voll im Plan.“ Ein Hoch war sicherlich das DHB-Pokalspiel gegen Waiblingen, in dem die zweite Mannschaft lange Zeit gut mithielt und sich Selbstvertrauen holte.

Und eine breite Brust ist auch wichtig, denn so richtig wissen Fuladdjusch und seine Spielerinnen nicht, was sie in der Ost-Staffel erwartet. Dort treten die Juniorbären zum ersten Mal an. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben“, sagt Fuladdjusch, „es wird interessant, auf neue Gegner zu treffen. Ich glaube, dass unsere Spielweise mit dem bedingungslosen Tempohandball im Osten nicht so verbreitet ist. Ob uns das entgegenkommt, das wird man sehen.“

Im ersten Saisonspiel trifft Ketsch dann jedoch auf einen alten Bekannten: die HSG Gedern/Nidda. „Als Absteiger können sie wahrscheinlich nicht abstreiten, dass sie zu den Favoriten gehören. Aber wir sind gut vorbereitet und brennen auf den Auftakt.“

In dieser Begegnung will die zweite Mannschaft der Bären den Grundstein für eine erfolgreiche Saison legen. Ziel ist es, am Ende über dem Strich zu stehen. „Ich will das unbedingt schaffen“, sagt Fuladdjusch, der auch auf den nächsten Schritt bei seinen Talenten hofft. Wird sein Team den Erwartungen gerecht, dann kann er nach der Saison ein ähnlich zufriedenes Fazit ziehen, wie nach der Vorsaison. Bild: Lenhardt

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