Lokalsport

Handball-Oberliga Frauen HG kassiert bittere 14:20-Pleite

Nach der Pause abgeschaltet

Archivartikel

Tief hingen die Köpfe, die Schultern nach dem Abpfiff der Oberliga-Partie gegen die SG Schenkenzell/Schiltach bei den Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen. Sie hatten sich gegen den Mitaufsteiger einiges ausgerechnet und waren nach der 14:20-(9:11)-Niederlage nun äußerst frustriert und enttäuscht.

Schon in der ersten meist ausgeglichenen Halbzeit zeichnete sich ab, dass der Gastgeber, der noch lange auf seine etatmäßigen Halben Saskia Zachert und Tamara Gölitz verzichten muss, sich schwer tut. Während bei der SG öfter Mal aus der zweiten Rückraumreihe abgefackelt wurde, musste sich die HG mühsam an den ersten Kreis kämpfen. Dabei störte die Schwarzwälderin Vanessa Haas auf der Spitze der vorgezogenen Deckung den Spielaufbau Oftersheim/Schwetzingens massiv. Es fehlte in der Durchschlagskraft. Entlastungsangriffe via Konter waren ebenfalls Mangelware. Und der Umgang mit dem Ball wirkte oft unsicher, brachte zahlreiche Abpfiffe wegen technischer Fehler. Und dann waren da noch die drei verworfenen Siebenmeter vor der Pause. Der 7:10-Rückstand (24.) nach 6:5-Führung (10.) hätte so nicht sein müssen, zumal Oftersheim/Schwetzingen in Unterzahl auf 9:10 verkürzte.

Wer nun dachte, dass Team hätte sich gefangen und würde in der zweiten Spielhälfte stärker zurückkommen, sah sich schwer getäuscht. Nach vier Gegentoren in Serie sah sich Trainer Matthias Kolander gezwungen, den Grünen Karton zu legen. Belohnt wurde seine Ansprache mit Treffern von Denise Olbert und Karo Kolb (11:16), es sollten aber nur noch drei weitere für das Heimteam fallen, beim 11:19 (43.) war jedem klar, dass der Sieger nicht HG heißen würde. Es wurden zu viel falsche Entscheidungen im Angriffsverhalten getroffen.

Unterstützung für Torfrauen

Jetzt gilt es, auf den wenigen positiven Erkenntnissen aufzubauen. So auf den Aktionen der Torfrauen, die aber noch Unterstützung seitens der Deckung benötigen. Oder dass im Team etliche flinke Spielerinnen sind, dieses Plus aber noch nicht voll ausgeschöpft wird. Die kämpferische Einstellung ist jedenfalls nicht zu bemängeln.

HG: Becker, Grafetstetter; Kubach, Münch (2), Gedik, Förste (2), Braun, Olbert(4), Magnus, Barthelmeß (1), Hilbert, Bosse, Carmona (1), Kolb (4). mj

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