Lokalsport

Fußball-Landesliga Schwetzingen erkämpft sich nach 0:2-Rückstand einen Punkt gegen Kirchheim / Präsident Zimmermann schmecken Umstellungen nicht

Nach Torfestival: Kein Happy End für SV 98

Archivartikel

Ein verrücktes Fußballspiel mit großem Unterhaltungswert und acht Toren, das bekamen die Zuschauer am Samstag in der Heimbegegnung des Landesligisten SV 98 Schwetzingen gegen die FT Kirchheim geboten. Am Ende stand es 4:4 (2:2).

SV-98-Trainer Kevin Knödler krempelte seine Mannschaft gegenüber dem Spiel gegen Neckarau um. Das schmeckte dem Präsidenten Rainer Zimmermann gar nicht. „Unsere Mannschaft hat beim 4:1-Sieg in Neckarau gut gespielt. Ich kann die vielen Umstellungen nicht nachvollziehen“, echauffierte er sich nach dem Spiel. Knödler hingegen rechtfertigte seine Entscheidung.

Wieder einmal wurden die Schwetzinger Anhänger zunächst aber auf eine harte Geduldsprobe gestellt, denn der Gastgeber führte bereits recht früh nach Toren von Ümit Ünlü (6.) und Mahmut Cosgun (12.). Dazwischen sah Linus Held nach einer Notbremse in der achten Minute die Rote Karte. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dass wir jede Begegnung konzentriert angehen und es unbedingt vermeiden wollen, in den ersten 15 bis 20 Minuten Gegentore zu bekommen. Dieses Vorhaben wurde wieder einmal mit den zwei schnellen Gegentoren und der Hinausstellung über den Haufen geworfen“, ärgerte sich SV-98-Co-Trainer Dominique Logan, der nach der Halbzeit selbst in die Begegnung eingriff.

Nach dem Rückstand und in numerischer Unterzahl bewiesen die Spargelstädter allerdings Moral und wurde durch den Anschlusstreffer von Giuseppe Iacono belohnt (29.). Noch vor dem Seitenwechsel gelang Florian Djahini der Ausgleichstreffer zum 2:2 (35.). SV 98-Keeper Dennis Hofmann parierte vor der Pause noch stark gegen Bilal Abdulrahman (43.).

Sahin kommt auf Touren

Auch nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste durch den eingewechselten Ex-Schwetzinger Maurice Krämer eine gute Einschussmöglichkeit liegen (50.). Marcel Sandritter machte es wenige Minuten später besser, als er eine präzise Hereingabe von Sadeq Nashbir per Kopf zur 3:2-Führung für die Gäste verwertete (53.). Der Schwetzinger Trainer bewies dann ein glückliches Händchen, als er für den angeschlagenen Iacono Ali Sahin ins Spiel brachte, der mit zwei Treffern seine Einwechslung rechtfertigte.

Nach einer Flanke von Chris Kiesse Wete war Sahin zur Stelle und markierte zunächst den 3:3-Ausgleich (74.). Drei Minuten später kreuzte der Schwetzinger Angreifer auf der rechten Seite erneut auf und brachte mit einem satten Schuss seine Farben mit 4:3 in Führung.

Wer aber nun dachte, dass der zweite Heimsieg des SV 98 eingetütet wäre, machte die Rechnung ohne die Kirchheimer: Hofmann vereitelte in den Schlussminuten noch zwei gute Möglichkeiten der Freien Turner durch Abdulraham (78.) und Sergej Bender (80.), doch nach einer Eckballhereingabe zeigte sich der Schwetzinger Keeper dann zu zögerlich und ließ Ünlü frei zum Kopfball kommen. Der Angreifer hatte keine Probleme, den 4:4-Ausgleich zu erzielen (82.) – der Endstand einer turbulenten Partie.

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional