Lokalsport

2. Handball-Bundesliga Frauen Ketscher Kurpfalz-Bären verlieren bei H2Ku Herrenberg mit 23:24 (9:11)

Nur Sekunden fehlen zum Ausgleich

Archivartikel

Es gehört im Normalfall nicht zum Repertoire von Katrin Schneider, nach einer Niederlage an der Schiedsrichterleistung herumzumäkeln. Nach der äußerst knappen 23:24 (9:11)-Niederlage der Ketscher Kurpfalz-Bären in Herrenberg war die Trainerin der Ketscher Zweitliga-Handballerinnen allerdings etwas angefressen: „Heute haben wir nicht nur gegen einen starken Gegner gespielt, sondern mussten uns auch mit fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen auseinandersetzen.“

Sie bescheinigte dagegen ihrer Mannschaft eine gute Kampfmoral, die aber am Ende nicht belohnt wurde. „Uns haben wenige Sekunden gefehlt, um zumindest ein Unentschieden in Herrenberg zu erzielen.“

Die Zuschauer sahen ein sehr gutes Zweitligaspiel zweier ausgeglichener Mannschaften. Die Bären waren nach einem Doppelschlag von Saskia Fackel in der 22. Minute zum ersten Mal mit 7:8 in Führung gegangen. Doch zu viele vergebene Chancen ermöglichten es den Gastgeberinnen, mit zwei Toren Vorsprung in die Halbzeitpause zu gehen. Leider hielt die Wurfschwäche auch in der zweiten Halbzeit zunächst an, und beim 15:11 sah es ganz danach aus, dass der Bären-Angstgegner einem ungefährdeten Erfolg entgegen steuern würde. Doch beim 19:14 in der 41. Minute kam Sabine Stockhorst zurück ins Tor, und ab diesem Zeitpunkt hatten die Schützlinge von Katrin Schneider deutlich Oberwasser.

Kate Schneider lobt Kampfmoral

In dieser Phase waren es insbesondere die jungen Spielerinnen Lea Marmodee, Rebecca Engelhardt und Sophia Sommerrock, die mächtig Dampf machten und die Gäste aus Ketsch wieder näherbrachten. Als Sophia Sommerrock in der 53. Minute zum 21:21 erfolgreich war und auf der Gegenseite Lea Neubrander mit einem Siebenmeter an Sabine Stockhorst scheiterte, witterten die Gäste die Chance zum Sieg. Doch Herrenberg hielt dem Druck stand, und Carmen Moser konnte in der Schlussminute die Bären nur noch auf 24:23 heranbringen. „Ich bin mit der kämpferischen Einstellung meines Teams absolut zufrieden, denn Herrenberg hat in dieser Halle schon namhafteren Gegnern keine Chance gelassen. Jetzt wollen wir gegen Bremen unseren Fans im letzten Heimspiel noch einmal eine gute Leistung zeigen.“

Bären: Stockhorst, Melching; Michels (1), Feiniler (1), Brand, Sommerrock (3), Marmodee (3), Fackel (5/1), Fabritz, Michl, Moser (5/1), Engelhardt (4), Eckhardt (1). ihb

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