Lokalsport

Wettkämpfe Für viele Teilnehmer aus dem Raum Hockenheim/Schwetzingen war Weinheim sportlich und kameradschaftlich ein unvergessliches Erlebnis

Ob mit 11 oder 79 – mächtig stolz auf die Leistung

Archivartikel

Für eine der Jüngsten und einen der Ältesten unter den Teilnehmern aus dem Verbreitungsgebiet unserer Zeitung war das Landesturnfest in Weinheim etwas ganz Besonderes: Die elfjährige Bea Fichtner (TSG Ketsch, kleines Bild) holte Barren-Bronze bei den Gerätefinals der baden-württembergischen Meisterschaften. Und der knapp 80-jährige Erich Schuh vom TV Schwetzingen 1864 feierte sein persönliches Jubiläum: 60 Jahre aktive Teilnahme an Turnfesten.

Für Bea Fichtner verlief ihr Start etwas kurios: Weil eine Verankerung zerbrochen war, fanden die Wettkämpfe am Reck der Männer und Stufenbarren der Frauen nur per Live-Übertragung aus einer Nebenhalle statt. Die tolle Atmosphäre in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle war dort kaum zu spüren. „Das war schon ein bisschen komisch“, befand Fichtner, die auch die Fahne für das Mannheimer Leistungszentrum hochhielt.

„Es war dumm, dass ich mich beim Abgang gesetzt habe“, wusste die Elfjährige nicht so recht, ob sie sich über das klar verpasste Gold ärgern, oder über die Medaille freuen sollte, entschied sich dann aber für die Freude.

Die war bei Erich Schuh riesengroß darüber, dass er es geschafft hatte: „1958 Deutsches Turnfest in München, heute in 2018 das Landesturnfest in Weinheim“, verkündete te der Turner stolz seine Bilanz. Diesmal hatte er sich im Wahlwettkampf der Altersklasse 80+ (es zählt der Jahrgang) allerdings für zwei Disziplinen aus der Leichtathletik und das 50-Meter-Brustschwimmen entschieden. Und das alles, obwohl er ständig seine im Rollstuhl sitzende Frau Heide betreuen musste. „Aber wir haben ,unseren’ Wettkampf erfolgreich abgeschlossen und genießen nun das Rahmenprogramm“, berichtete er. Dass er „nur“ auf dem 21. Rang gelandet war, spielte gar keine Rolle.

Mit am Start waren auch seine jahrzehntelangen Seniorenturner-Kollegen Horst Fritz (TSG Eintracht Plankstadt) – der auch schon vor 60 Jahren am Start war – und Manfred Zahn (TV Altlußheim). Fritz wurde im Wahlwettkampf der AK 80+ beachtlicher Neunter. Zahn (AK 75) hatte sich für die Landesmeisterschaft im Kürdreikampf entschieden. Auch hier war das Motto „Dabeisein ist alles“.

Mit 35 Teilnehmern aus unserer Ecke am stärksten vertreten war – wie fast immer – der Hockenheimer Sportverein. Und aufhorchen ließen dabei zwei der jüngsten HSVlerinnen: Denn Aleyna Yavuzer und Helena Alting belegten unter 206 Starterinnen im Wahlwettkampf der Altersklasse 12/13 die hervorragenden Plätze fünf und sieben.

Noch weiter nach vorne – nämlich auf Platz vier – schaffte es Marleen Haas von der DJK Hockenheim im Kür-Vierkampf Gerätturnen der 12- und 13-Jährigen. Und mit ihrer Vereinskollegin (Kür-Vierkampf 18-29) sowie dem Schwetzinger Friesenkampf-Altmeister Hans-Ulrich Stolze gibt es sogar zwei Turnfest sieger. ali/sd

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