Lokalsport

Fußball-Verbandsliga SV 98 Schwetzingen gewinnt trotz 60-minütiger Unterzahl nach Platzverweis gegen Nelson Nsowah mit 5:1 gegen den FV Lauda

Patrick Hocker lässt es gleich dreimal klingeln

Archivartikel

Nach der unglücklichen Niederlage in Kirrlach gelang dem Fußball-Verbandsligisten SV 98 Schwetzingen mit einem 5:1 (3:1) -Heimsieg gegen den FV Lauda der ersehnte Befreiungsschlag.

SV-98- Trainer Gernot Jüllich hatte man die Anspannung vor dem Spiel spürbar angemerkt, denn die Heimpartie musste unbedingt gewonnen werden, um nicht schon zu Beginn der Runde in den Tabellenniederungen zu versinken. Eigentlich war davon auszugehen, dass Jüllich gegenüber dem Spiel in Kirrlach keine großen Veränderungen vornehmen und nur auf das urlaubsbedingte Fehlen von Alexander Dirks reagieren würde. Doch der Schwetzinger Trainerfuchs hatte nach eigenem Bekunden am Freitag bis spät in die Nacht hinein an der Mannschaftsaufstellung getüftelt. Michael Kettenmann beorderte er wieder in die Abwehr, dafür rückte Thomas Can auf die Achterposition, Sergen Sertdemir nahm als Abräumer im Mittelfeld die Position von Dirks ein, Jonas Can begann im rechten Mittelfeld und Teyrese Dia kam für die linke Offensivseite neu ins Spiel. Und wie das Ergebnis zeigt, ist diese Personalrotation voll aufgegangen.

Wie schon in Kirrlach merkte man den Spargelstädtern auch in der Partie gegen Lauda an, dass sie als Mannschaft immer besser zusammenwächst und die Arbeit des Trainergespann Jüllich/Müller immer mehr Früchte trägt. Ein gelungener Angriff des Gastgebers, ausgehend von Patrick Hocker auf Tyrese Dia, brachte noch nicht den gewünschten Erfolg (8.). Besser machten es die beiden Schwetzinger Eigengewächse dann wenig später in vertauschten Rollen. Dia trieb den Ball auf der rechten Seite in die Höhe des gegnerischen Strafraums, wo Hocker goldrichtig stand und das Leder zur 1:0-Führung im Tor unterbrachte (16.).

Nach einer zu kurzen Rückgabe von Jonas Can auf seinen Torwart sprang Goran Jurjevic dazwischen und netzte zum 1:1 ein (27.). Doch es kam noch dicker für den SV 98: Nach einem rüden Foul des Gästeangreifers Ousman Jallow an Nelson Nsowah, ließ sich der Schwetzinger Abwehrspieler zu einer Verbalattacke hinreißen und sah dafür die Rote Karte (31.).

Schon zur Pause 3:1

Doch in numerischer Unterzahl zeigte die Schwetzinger Mannschaft eine Trotzreaktion, rückte sichtbar enger zusammen und erzielte noch vor der Pause zwei blitzsaubere Tore. Jonas Can machte mit einem Zuckerpass auf Hocker seinen Fauxpas wieder gut und der spielfreudige SV-98-Youngster veredelte das Zuspiel zum 2:1 (42.). Eine Minute später klingelte es erneut im Kasten der Gäste, als Thomas Can die Kugel volley zum 3:1 ins Toreck hämmerte.

Schwetzingen blieb auch nach dem Seitenwechsel weiter am Ball. Nach einer Vorlage von Hocker vergab Christoph Jüllich nur denkbar knapp (47.). Die verpasste Gelegenheit machte dann Hocker eine Minute später wieder wett, als er mehre Gegenspieler austrickste und mit seinem dritten Tor zum Matchwinner avancierte. Doch der Torhunger des Gastgebers war auch nach dem 4:1 noch nicht gestillt. Jüllich, der eine gute Partie machte, klebte erneut das Pech an den Füssen, als er aus kurzer Distanz das Spielgerät an den Pfosten setzte (80.). Als Vorlagengeber klappte es beim Sohn des SV-98-Coachs dann besser als er den aufgerückten Abwehrspieler Matteo Dorn gut in Szene setzte, der zum 5:1-Endstand einköpfte (86.).

„Heute sind wir als ein verschworener Haufen aufgetreten und haben uns auch nicht nach dem Platzverweis von Nelson aus der Ruhe bringen lassen. Ich bekam auch gute Zuspiele und habe es mit den drei Tore zurückgezahlt. Mit dem Sieg haben wir auch unserem Kapitän Michael Kettenmann ein schönes Geburtstagsgeschenk gemacht“, erläuterte Matchwinner Hocker nach dem Spiel. „Meine Mannschaft hat heute unter Beweis gestellt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die Antwort auf dem Platz gegeben“, freute sich Jüllich über den gelungenen Auftritt seiner Jungs.

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