Lokalsport

Handball-Badenliga TSG Eintracht setzt sich gegen Tabellenzweiten SG Heidelsheim/Helmsheim durch / HSG mit nur acht Feldspielern überragend

Plankstadt klärt die Titelfrage vollends zugunsten von Neuenbürg

Die relevanten Entscheidungen für die Handball-Badenligisten unserer Region sind schon längst gefallen, jetzt steht mit Neuenbürg – unter Plankstadter Mithilfe – der Titelträger fest. Dennoch mühten sich die Teams, möglichst viele Punkte einzufahren. Einzig der bereits abgestiegene HSV Hockenheim blieb seiner Linie der letzten Begegnungen treu, setzte sein letztes Heimspiel – wenn auch knapp – ebenfalls in den Sand.

Drei von vier möglichen Punkten

Plankstadt durfte gleich zweifach auf die Platte, holte drei von vier möglichen Punkten, brachte das Kunststück fertig, beide Male zur Pause 17:13 in Front zu liegen. Im Nachspiel erkämpfte es gegen den TV Friedrichsfeld ein Remis und fügte dem Zweiten SG Heidelsheim/Helmsheim eine schwere Schlappe zu. Mit dem 32:24-Erfolg war auch die Meisterschaftsfrage zugunsten des HC Neuenbürg geklärt.

Im Nachgang könnte das Unentschieden als bedeutungsloser Punktverlust eingestuft werden. Denn immer wenn die TSG Eintracht klar vorne lag (17:11, 20:17), luden sie die Gäste mit Torverweigerung oder einige Nachlässigkeiten ein, sich wieder heranzupirschen (17:16, 21:21). Am Schluss musste der eine Zähler gar noch gerettet werden, als Nicolas Großhans sieben Sekunden vor dem Ende final ausglich.

Dagegen wurde der frühere Meisterschaftskandidat SG HH förmlich in seine Einzelteile zerlegt. Besonders nach der Pause präsentierten sich die Einheimischen diesmal hellwach (20:14, 30:20).

St. Leon/Reilingen trumpft auf

Eine grandiose Leistung bescherte der HSG St. Leon/Reilingen einen ungefährdeten und sehr deutlichen 26:16-Erfolg in diesem Mittelfeldduell. Diese famose Vorstellung über komplette 60 Minuten des ausgedünnten Kaders belohnte das heimische Publikum mit Standing Ovations gegen Ende der Partie. Und auch Trainer Christopher Körner war nach dem Spiel begeistert: „Mit nur acht Feldspielern haben wir eine überragende Leistung gezeigt und eine tolle Moral bewiesen. Wir sind zu einem Top-Badenliga-Team gewachsen. Unser schnelles Spiel hat gefruchtet und mit nur 16 Gegentreffern haben wir starke Defensivarbeit verrichtet. Unser Sieg war auch in dieser Höhe verdient.“

HSV kassiert zu viele Konter

Statt befreit aufzuspielen, begann der HSV übernervös, geriet früh ins Hintertreffen (4:9) und verharrte dort für lange Zeit (15:21). Mit dem 22:23 (50.) keimt jedoch – allerdings verfrühte – Hoffnung auf. Verworfene Hochkaräter ebneten der SG Pforzheim/Eutingen II den Weg ins Ziel. „Die Ursachen für die heutige Niederlage sind schnell gefunden: Wir haben zu viele Tore über Konter kassiert und unsere Chancenverwertung war mangelhaft,“ bilanzierte Coach Admir Kalabic.

HG II kämpft einfach super

„Da haben einfach alle bis zur letzten Sekunde super gekämpft“, war Trainer Frederik Fehrenbach mit seiner Minitruppe fast restlos zufrieden. Aber das war er auch aus den letzten Partien so gewöhnt. Herausheben wollte er ein wenig Spielmacher Alexander Lemke: „Lemy hat das heute sauber im Griff gehabt.“ Über weite Strecken führte sein Team bei den Südhessen oder war gleichauf. Doch nach dem 30:33 und Zeitstrafe für Lemke wurde es noch einmal eng (32:33). Kreisläufer Marius Mayer beendete mit einem Treffer zum 32:34 alle Diskussionen. mj/zg

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