Lokalsport

Handball-Badenliga Siebenmeter nach Ablauf der regulären Spielzeit lässt TSG Eintracht jubeln / Nico Schöffel früh raus / Heute Pokal

Plankstadter Herzschlagfinale beim Derby in Friedrichsfeld

Archivartikel

Es war genau das harte und umkämpfte Handball-Spiel, das alle Beteiligten im Vorfeld erwartet hatten – und die Entscheidung fiel erst mit einem Siebenmeter nach Ablauf der 60 Badenliga-Spielminuten. Letztlich hatte die TSG Eintracht Plankstadt das bessere Ende für sich und gewann beim TV Friedrichsfeld mit 22:23 (11:9).

Es war nicht gerade eine torreiche Partie, die die beiden Mannschaften boten, und so fiel der erste Treffer auch erst nach über zwei gespielten Minuten. Recht lange blieb die Begegnung dann völlig ausgeglichen. Bitter war für Plankstadt der Ausfall von Nico Schöffel, der bei seinem Treffer zum 8:8 das Knie seines Gegenspielers in die Magengrube bekam und nicht mehr eingesetzt werden konnte. Bis zum Halbzeitpfiff setzte sich der TVF dann etwas ab, auch begünstigt durch zwei vergebene Siebenmeter Plankstadts.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs waren erst einmal weiterhin die Gastgeber am Zug, Sebastian Schubert und Christian Veith erhöhten auf 13:9 – der erste Vier-Tore-Abstand an diesem Abend. Aber Plankstadt steckte keineswegs auf, sondern kam, begünstigt durch einige technische Fehler des TVF und Paraden von Torhüter André Treiber, zu einfachen Kontertoren (16:17). Diese Führung hätte aber eigentlich schon höher ausfallen müssen, aber die TSG Eintracht machte sich das Leben durch zahlreiche vergebene Großchancen selbst schwer, inzwischen waren unter anderem vier Strafwürfe ausgelassen worden, und auch aus dem Spiel heraus ließ die Trefferquote zu wünschen übrig. Weil aber die Abwehr in Zusammenarbeit mit Treiber gut funktionierte und auch Friedrichsfeld nicht unbedingt glänzte, hielt der Vorsprung. Beim 19:22 (58.) war der Sieg in greifbarer Nähe. Doch ein Fehlwurf und ein Ballverlust brachten die Gastgeber wieder auf einen Treffer heran (21:22). Zehn Sekunden vor Schluss, nach einem weiteren Gäste-Fehlpass, kam Friedrichsfeld dann sogar tatsächlich noch einmal zum Ausgleich, hatte den früheren Drei-Tore-Rückstand aufgeholt. Doch Plankstadt nutzte die restliche Spielzeit zu einem schnellen Gegenzug und bekam mit dem Schlusspfiff noch den finalen Siebenmeter zugesprochen. Julian Maier behielt die Nerven und verwandelte – und im Anschluss kannte der Plankstadter Jubel keine Grenzen.

Die zukünftigen Aufgaben werden nicht leichter, zunächst kommt heute der TV Knielingen zum Viertelfinale des BHV-Pokals in die Mehrzweckhalle, ehe am Sonntag das erste Badenliga-Heimspiel gegen die TSV Amicitia Viernheim ansteht.

TSG E: Treiber, Bodenseh; Pristl, Maier (4/1), Skasik, Tokur (4), Koffeman, Munz (5), Großhans (1), Verclas (2), Stadler (3/1), Denne (3/2), Kemptner, Schöffel (1). nt

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional