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Fußball-Verbandsliga Schwetzingen kommt gegen den VfB Gartenstadt erst spät zum 1:1-Ausgleich / Seit sechs Spielen ohne Niederlage

Punkt kann für den SV 98 noch viel wert sein

In der Fußball-Verbandsliga-Partie des SV 98 Schwetzingen gegen den VfB Gartenstadt lief vieles lange gegen die Hausherren, doch die Mannschaft um Trainer Michael Köpper schaffte es, beim 1:1 (0:1) ihre Serie zu verteidigen: Seit sechs Spielen sind Kapitän Sören Ruder und Co. unbezwungen.

„Es war ein gewonnener Punkt, wenn man den Verlauf über 90 Minuten sieht“, sagte Michael Kettenmann. Gut, dass der 30-Jährige nach überstandener Krankheit wieder für seine Farben auflief – er war ein echter Stabilitätsfaktor im Defensivverbund.

Der war allerdings nach einer Eckball-Hereingabe unaufgeräumt. Schwetzingens Sebastian Tolzin bearbeitete Gartenstadts Christian Kuhn ungeschickt, so dass Schiedsrichter Philipp Becker (Mannheim) keine andere Wahl blieb als auf den Punkt zu zeigen. Bis dahin hatten sich beide Formationen mehr oder weniger neutralisiert. Und nun nutzte VfB-Spielführer Tim Krohne die Einladung und verwandelte den Foulelfmeter zum 0:1 (23.).

„Sowas Unnützes“

Sowas Unnützes“, kommentierte Köpper die Szene, die zum Elfmeter führte. Doch fortan investierten seine Schützlinge noch mehr und erarbeiteten sich ein Übergewicht. Die Gelegenheiten, noch vor dem Pausengetränk den Ausgleich zu bewerkstelligen, waren da: „Unruheherd“ Patrick Hocker versuchte es und scheiterte am VfB-Keeper Dennis Broll (44.), Jonathan Babari nahm Maß und zielte zu genau, nämlich an den linken Pfosten (38.), und Nils Makan gab eine erste Kostprobe seiner Schusskunst bei ruhenden Bällen (43.) ab.

Letztgenannter Akteur, der nächste Saison für die Gäste kicken wird, gab die beste Antwort auf die Frage, ob er seine künftigen Kollegen womöglich schonen wolle. Sein Freistoß, ein echter Strich aus gut 25 Metern, schlug links neben dem rechten Pfosten ein. Der Ball prallte so schnell wieder vom Torgestänge zurück ins Feld, dass der VfB-Anhang meinte, er sei erst gar nicht hinter der Linie gewesen – er war es, und zwar zum 1:1 (84.).

Der letzte Tick fehlt

Zu diesem Zeitpunkt befand sich das SV 98-Team schon in Unterzahl. Fabian Wild sah nach einem Kommentar Gelb-Rot (81.). Die Wett-Quoten für einen Schwetzinger Punktgewinn befanden sich ziemlich im Keller. Zumal den Hausherren der letzte klare Pass, der letzte Tick, bei ihren Angriffsbemühungen fehlte.

Exemplarisch sei die Kontersituation in der 57. Minute genannt, als die Schwetzinger aus einer Fünf-gegen-Drei-Überzahl zu wenig Kapital schlugen. „Bleibt positiv“, rief Köpper, der einstige Zweitliga-Recke, seinen Männern alsbald zu. Am Ende zog der 51-jährige Übungsleiter vor seiner Mannschaft den Hut: „Die Jungs haben ein super Einstellung. Ich bin stolz auf die Mannschaft.“ Gartenstadt habe, ausgenommen den Elfmeter, keine Torchance gehabt. Seine Elf sei die spielerisch bessere gewesen.

„Der Punkt kann noch viel wert sein“, sagte Michael Kettenmann, „36 Punkte brauchen wir mindestens“. Der emsige Defensivmann freute sich, dass er und du seinen durch das Remis auch den Abstand zum Widersacher in der Tabelle gewahrt hatten.

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