Lokalsport

Handball-Badenliga Plankstadt bekommt es mit Ex-Oberligist Heddesheim zu tun / HSV peilt gegen Wiesloch weitere Leistungssteigerung an / Entwarnung in Eppelheim

Richtungsweisend – gegen die Tristesse

Die Saison der Handball-Badenliga ist zwar noch jung, aber der eine oder andere Teilnehmer dürfte schon einen gewissen Druck im Nacken spüren. Zwar ist die Anzahl der Mannschaften aufgestockt, aber – sollte die Runde zu Ende gespielt werden – wird es auch mehr Absteiger geben. Dieses Druckempfinden dürfte sich ganz besonders bereits beim HSV Hockenheim breitmachen. Dieser hält allein mit vier verloren Partien die letzte Position, nicht viel besser sieht es bei Plankstadt aus, das seine drei ausgetragenen Begegnungen in den Sand setzte.

So gesehen dürften für beide schon an diesem Wochenende richtungsweisende Spiele auf dem Programm stehen. Die TSG Eintracht Plankstadt führt der Weg zum ehemaligen Oberligisten SG Heddesheim (Samstag, 19 Uhr), der aber auch nicht sonderlich gut aus den Startlöchern gekommen ist, nur in Hockenheim die volle Punktausbeute einstrich. Vor allem Probleme im Deckungsbereich gilt es auszumerzen, sonst ist weiterhin Tristesse angesagt.

Hockenheim darf zwar auf seinen Heimvorteil setzen, der aber ohne Zuschauer wohl von begrenzter Reichweite ist (Anhängern bleibt der angebotene Livestream, sagt Abteilungsleiter Stefan Kögel). Hier scheint die Abwehr inzwischen halbwegs zu funktionieren, aber im Vorwärtsdrang, der Abschlussquote, zeigen sich deutliche Mängel auf, wie Trainer Admir Kalabic ausgemacht hat, dem die vielen verworfenen Bälle ein Dorn im Auge sind. Gegen Wiesloch, das eigentlich ein Gegner auf Augenhöhe sein sollte, ist eine weitere Leistungssteigerung vonnöten und auch seinerseits angepeilt.

Eine harte Nuss

Wesentlich entspannter – zumindest vorerst – ist die Situation bei den anderen drei Badenligisten unserer Region. Aber für Neuling TV Eppelheim dürfte Mitaufsteiger und verlustpunktfreier Co-Tabellenführer TSV Rot eine harte Nuss darstellen. Ob es ein Vorteil war, dass die TVE-Begegnung bei der SG Leutershausen II Corona-bedingt abgesetzt worden ist und die Eppelheimer längere Regenerationszeit hatten oder aus dem Wettkampfrhythmus gekommen sind, wird sich erweisen.

Trainer Robin Erb hat jedenfalls intensiv an der Fortentwicklung seiner Mannschaft gearbeitet. „Die Spiele des TVE gegen Rot waren in den letzten Jahren immer äußerst kampfbetont und endeten mit wenig Toren, beiderseits dreimal hintereinander mit Siegen des TVE“, erinnert sich Eppelheims Teamchef Walter Erb. „So wird es auch diesmal sein, die Abwehrleistungen werden die Entscheidung bringen, was der gegnerische Angriff macht, ist von beiden Trainern gut einzuschätzen.“

Und eine erneute Absage scheint nicht zu befürchten: „Wir können mittlerweile Entwarnung geben, beide Testergebnisse, die unser Badenliga- und unser Landesliga-Team betroffen haben, waren glücklicherweise negativ“, meldet der TVE auf Facebook.

Ein Treffen alter Bekannter

Die HG Oftersheim/Schwetzingen II würde gerne ihr Konto bei der SG Heidelsheim/Helmsheim (Sonntag, 17.30 Uhr), ebenfalls ein Ex-Oberligist, aufstocken. Trainer Julian Zipf ist aber um die Schwere der Aufgabe bewusst: „Mit Heidelsheim/Helmsheim treffen wir auf eine sehr spielstarke Mannschaft, die über herausragende individuelle Qualität verfügt. Mit Pascal Boudgoust im Tor oder Jonas Krepper verfügen sie über Akteure, die vergangene Saison noch in der 3. Liga aktiv waren, mit Julian Hörner als Spielmacher treffen wir auf einen alten Bekannten aus A-Jugend-Bundesliga-Zeiten. Es wird auswärts wohl ein unangenehmes Spiel werden, denn wir treffen auf eine eingespielte Abwehrreihe. Ich habe Heidelsheim/Helmsheim nicht ohne Grund vor der Saison als einen Titelkandidaten ausgemacht. Doch wir werden den Kampf annehmen.“

Ein Punktepolster

Die HSG St. Leon/Reilingen erwartet nun die angesprochenen Leutershausener, die bislang auch nur 0:4 Punkte einfuhren. Sie hatten am vorletzten Mittwoch zuletzt mit wankelmütigem Auftritt gegen Rot verloren, sich für Eppelheim einiges auf die Fahnen geschrieben, aber dann wie erwähnt aussetzen müssen.

Aber auch Martin Schnetz, Trainer der HSG, erwartet eine Besserung, wenn er auch einschränkt. „Wir sind heilfroh, dass wir schon fünf Punkte haben, die könnten überlebenswichtig sein. Für uns war es klar und zuletzt auch in Oftersheim deutlich zu sehen, dass wir nur gegen den Abstieg spielen.“

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