Lokalsport

Fußball Kreisvorsitzender Harald Schäfer bekommt Konkurrenz

Rico Fotis kandidiert

Archivartikel

Wenn am 4. April der Kreistag des Mannheimer Fußballkreises stattfindet, wird es für die Vereinsvertreter eine eher ungewohnte Situation geben. Mit Rico Fotis (Bild), bis Oktober 2019 Vorsitzender des ASV Feudenheim, wird sich ein Gegenkandidat zum bisherigen Kreisvorsitzenden Harald Schäfer zur Wahl stellen.

„Mein Entschluss, zu kandidieren, entstand aus der Initiative #neuanfangbfv2020“, erklärt Fotis, der sich als Teil des Teams um Hans-Jürgen Moos sieht, das letztlich auf dem Verbandstag im Juni 2020 für einen Wechsel an der Spitze des Badischen Fußball-Verbandes (BFV) sorgen möchte. Die Bewerbung Fotis’ beruht auf denselben drei Säulen, die das Konzept von Moos tragen. „Wir müssen dafür sorgen, die Attraktivität für Verband und Vereine zu steigern“, erklärt Fotis.

„Wenn man sieht, dass sich die Nachrichten über Gewalt auf den Sportplätzen häufen, helfen solche Alibiveranstaltungen wie jüngst mit den Platzordnerobmännern nicht.“ Fotis fordert an dieser Stelle, das Strafmaß im Detail zu überprüfen und die Hürden höherzusetzen, um vor solchen Straftaten abzuschrecken. Weiterhin sollten die Jugendförderung und das Ehrenamt attraktiver gestaltet werden.

Im dritten Baustein seiner Bewerbung geht er das Thema Finanzen an. „Laut BFV-Finanzbericht 2018 bestanden die Erträge aus den Amateurvereinen zu einem Drittel aus Ordnungsgeldern und Strafen. Wenn man sieht, dass die Vereine hinsichtlich Spielbetrieb und Bezahlung der Schiedsrichter knapsen, ist es der falsche Weg, immer weiter Bußgelder aufzubrummen“, gibt Fotis zu bedenken. In den nächsten Schritten will der frühere ASV-Vorsitzende die Vereine besuchen und um Vertrauen werben. Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärte Fotis, schon den einen oder anderen Anhänger hinter sich zu wissen, „der mir zutraut, die Arbeit im Fußballkreis fortzuführen.“

Einen neuen Weg beschreiten

Letztlich gehe es ihm aber nicht um eine Kampfabstimmung und ein „Entweder/Oder“ zwischen ihm und dem bisherigen Kreisvorsitzenden Harald Schäfer, sondern um einen neuen Weg. „Ich trete nicht gegen Harald Schäfer an, sondern für die Sache“, unterstreicht Fotis. Der Kandidat will nun sein Programm verfeinern und die Vereinsvertreter überzeugen. Bild: Nowey

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