Lokalsport

Ringen Vorstand Frank Wörner will sich mit seinem Kader in der kommenden Runde in der Klasse beweisen / Vier Neuzugänge kommen aus der Türkei

RKG ist bereit für die Bundesliga

Archivartikel

Als die RKG Reilingen/Hockenheim am 22. Dezember vergangenen Jahres die Regionalliga-Meisterschaft und den Bundesliga-Aufstieg mit dem Sieg in Schriesheim feiern konnte, war den Verantwortlichen um Sportvorstand Heiko Schweikert klar, dass nach dem überraschenden Erfolg jede Menge Arbeit auf sie zukommen würde. Und die Kurpfälzer ließen sich etwas einfallen, forcierten die Zusammenarbeit mit Berater Serdar Topcu, was unter anderem die Sensationsverpflichtung von Superstar Taha Akgül zum Ergebnis hatte (wir berichteten). Doch der Neu-Bundesligist war an mehreren Kaderstellen aktiv und präsentierte seine Bemühungen in den „Top Fit Studios“ in Reilingen.

Bei einem Weißwurstfrühstück stellte die Ringkampfgemeinschaft ihren endgültigen Bundesliga-Kader der Öffentlichkeit vor. Und dieser kann sich sehen lassen: Zu den erfolgreichen Aufstiegsringern um Robin Laier oder Evgenij Titovski gesellen sich insgesamt sieben Neuzugänge, die das Team von Wolfgang Laier auf Bundesliga-Niveau heben. „Wir haben uns natürlich viele Gedanken gemacht und entschieden, unseren bisherigen Weg weiterzugehen. Unsere deutschen Aufstiegsringer sollen die Chance bekommen, sich in der Bundesliga zu beweisen, das haben sie sich erarbeitet und verdient. Wir haben den Kader punktuell mit ausländischen Topringern verstärkt und wollen dieses Jahr wieder durch unsere mannschaftliche Geschlossenheit und unseren Siegeswillen punkten“, so Geschäftsführer Michael Müller.

Vom Bosporus in die Kurpfalz

Insgesamt vier Neuzugänge stammen aus der Türkei. Angeführt von Schwergewichtsolympiasieger Taha Akgül kommen mit Hüsseyin Gündüz (98/130 Freistil, FR), Süleyman Demirci (98 Griechisch-römisch, GR) und Ender Coskun (80/86 FR) drei weitere Nationalringer vom Bosporus in die Kurpfalz. Außerdem verpflichtete die RKG mit dem Ungar Robert Fritsch (75 GR) und dem Georgier Zviad Metreveli (98/130 FR) zwei bundesligaerfahrene Topathleten, die dem Kader einen absoluten Qualitätsschub geben. Zusätzlich kommt mit dem Bulgaren Mihail Georgiev (71/75 FR) ein weiterer international erfahrener Mann.

Die zahlreich in die „Top Fit Studios“ gekommenen Fans, Sponsoren und Freunde der Ringkampfgemeinschaft durften sich über eine erfolgreiche Veranstaltung freuen, bei der die Reilinger ihre Ambitionen auf den Klassenerhalt in der kommenden Runde untermauerten.

Einen Tag nach dem Triumph im nordbadischen Pokal ließen sie die vergangene Erfolgsrunde nochmals Revue passieren. Der Kader, der weitestgehend zusammengeblieben ist, überzeugte die Anwesenden. RKG-Vorstand Frank Wörner hat keinen Zweifel an der guten Arbeit seiner Kaderplaner und den Zielen für die kommende Runde: „Was Heiko Schweikert und Alex Offenloch auf die Beine gestellt haben, ist einfach sensationell. Auch Serdar Topcu hatte einen enormen Anteil daran. In der kommenden Runden werden wir einiges an Neuerungen aufbieten, um unserem eigenen Standard und dem der Bundesliga gerecht zu werden. Unsere Mannschaft hat mit dem Pokalsieg bewiesen, dass sie bereits drei Monate vor Rundenstart in gutem Saft steht. Wir wollen uns in der Bundesliga beweisen und der Konkurrenz zeigen, dass wir alles andere als Kanonenfutter sind. Ganz Reilingen und Hockenheim freut sich auf den Startschuss Ende September in Nackenheim. Wir hoffen auf viele RKG-Fans und bedanken uns bei den zahlreichen Besuchern, die heute den Weg in die ,Top Fit Studios‘ gefunden haben und sich für die RKG interessieren.“

Pokaltitel verteidigt

Apropos Pokalsieg: In Hemsbach traten sechs nordbadische Teams in einem zwei Gruppen umfassenden Turnier gegeneinander an, um den prestigeträchtigen Titel auszuringen. Die RKG trat die Reise nach Hemsbach als aktuelles nordbadisches Bundesliga-Aushängeschild und Titelverteidiger als Favorit an und meisterte diese Aufgabe mit Bravour.

Der Regionalligameister ließ in der Gruppenphase keinen Zweifel an seiner Dominanz und besiegte Gastgeber KSV Hemsbach mit 28:2 und den letztjährigen Finalgegner KG Laudenbach/Sulzbach ohne Verlustpunkte mit 28:0. Die RKG, die mit zwei türkischen Neuzugängen antrat, ließ den beiden Oberligisten erwartungsgemäß keine Chancen und zog somit als Gruppensieger in das Finale ein.

Gegner sollte hier der hochambitionierte Oberligameister und Regionalliga Mitfavorit ASV Ladenburg sein. Die mit voller Mannschaftsstärke angetretenen Ladenburger, die sich unter anderem in diesem Jahr mit den Ustaev Brüdern verstärkt haben, lieferten dem Bundesligisten ein packendes Duell, das erst im vorletzten Kampf durch RKG-Leistungsträger Robin Laier entschieden wurde. Am Ende hieß es 15:12 für den Bundesligisten, der somit nordbadischer Pokalsieger bleibt.

Die Ringkampfgemeinschaft feiert den ersten Erfolg in der neuen Saison und scheint für die kommenden Aufgaben in der Bundesliga gewappnet. Die starken Pokalsieger werden in Deutschlands höchster Liga noch durch diverse hochklassige Neuzugänge ergänzt. RKG-Geschäftsführer Michael Müller lobte seine Mannschaft: „Natürlich waren wir als Bundesligist Favorit, aber man muss beachten, dass der ASV Ladenburg mit voller Kapelle angetreten ist und als einer der großen Anwärter auf die Regionalligameisterschaft in diesem Jahr gilt. Unsere Jungs haben das einfach hervorragend gemacht, ob jetzt die Aufsteigerringer aus dem vergangenen Jahr oder unsere Neuzugänge, die Mannschaft hat gezeigt, was in ihr steckt und wir sind stolz auf die Leistung und den Titelgewinn.“

Trainer Laier und sein Team haben jetzt noch mehrere Wochen Zeit, um die Feinjustierungen für die Bundesliga zu vollenden. Bei der Ringkampfgemeinschaft scheint momentan alles in den richtigen Bahnen zu laufen, für die kommende Herausforderung Bundesliga sei der ganze Verein erstklassig gewappnet. hef

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