Lokalsport

Handball-Verbandsliga 25:25 –Eppelheim muss mit Punkt leben

Sauer und Hess retten TVE die Haut

Wenn der TV Eppelheim wie dieses Jahr als Tabellenführer der Handball-Verbandsliga zum Vorletzten, dem SV Langensteinbach, fährt, meint man davon ausgehen zu können, dass dies eine zu bewältigende Pflichtaufgabe ist – doch weit gefehlt: Trotz klarer Führung über weite Teile des Spiels mussten die Gäste froh sein, durch ein Tor in wahrlich allerletzter Sekunde mit dem 25:25 (7:9) noch einen Punkt zu behalten.

Von Anfang an überboten sich beide Mannschaften im Auslassen von Einwurfmöglichkeiten, so dass der TVE zwar fast immer in Führung lag, lediglich zum 4:4 (18.) glichen die Hausherren aus, aber zufrieden war man auf der Eppelheimer Bank keineswegs, weil man sich trotz guter Leistung von Zerberus Niclas Brendel einfach nicht klar absetzte. Drei vergebene Strafwürfe sprechen da eine deutliche Sprache, die Wurfqualität ließ zu wünschen übrig.

Etwas mulmig kam der TVE dann aus der Kabine, denn Spielmacher Philipp Stotz hatte sich kurz vor der Pause schwerer verletzt, an seinen Einsatz war nicht mehr zu denken, Christopher Föhr fehlte wie auch Dominik Sommer von Anfang an und Mirko Hess spielte erkältungsgeschwächt. Dennoch setzte sich der TVE erst einmal auf drei, später sogar auf vier Tore ab (16:20) und sah so zehn Minuten vor Schluss wie der sichere Sieger aus.

Doch während nun die Kräfte sichtlich schwanden, ballerten die Hausherren mit dem Mut der Verzweiflung drauflos – und trafen. Beim 23:23 nahmen die Gästetrainer zweieinhalb Minuten vor Schluss ihre Auszeit, gingen durch den pfeilschnellen Domenic Sauer noch einmal in Führung, mussten jedoch wieder zwei Gegentore hinnehmen, so dass zehn Sekunden vor Ende alles verloren schien. Doch wieder war es Sauer, der nach vorne stürmte und einen Dreher um Millisekunden vor der Sirene im Tor unterbrachte.

Keine Spur von Zufriedenheit

Heiße Diskussionen, doch der Treffer war wohl korrekt erzielt, ein Punkt gerettet, aber keine Spur von Zufriedenheit im Eppelheimer Lager. „Unsere Abwehr stand eine Halbzeit wirklich gut, um dann einem Hühnerhaufen gleich auseinanderzulaufen, das darf einfach nicht passieren, wenn man vorne mitspielen will“, ärgerte sich Sebastian Dürr und Robin Erb bemängelte, dass sein Team im Angriff einfach nicht ins Laufen gekommen sei, „alles zu statisch, zu ausrechenbar“. Ein besonderes Lob hatte er jedoch für Hess und vor allem für Sauer übrig: „Die haben uns heute die Haut gerettet.“

TVE: Brendel, Kriechbaum; Sauer (7/1), Späth (2), Stotz (1), Huckele, Hofmann, Scheffzek (1), Marz (2), Hess (7), Geier (2), Stroh (1), Dennhardt (2). we

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