Lokalsport

Triathlon Pedro Leischwitz von der ASG Tria wird Vizemeister

Schmerzvoller zweiter Platz

„Nach einer überstandenen Krebserkrankung war es für mich nicht selbstverständlich, wieder in den Wettkampfsport zurückzukehren.“ Pedro Leischwitz ist erleichtert, den Schritt gewagt zu haben. Jetzt konnte er den Lohn dafür einholen. Der Athlet der ASG Triathlon Hockenheim wurde nach hartem Kampf über die Sprintdistanz (750 Meter Schwimmen, 25 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen) baden-württembergischer Vizemeister.

Nach drei Monaten Trainingspause musste das Aushängeschild der ASG mehr denn je um seine Fitness kämpfen. Als im März alles so weit zu laufen schien, hat sich der mehrfache Triathlonmeister für zahlreiche Wettkämpfe im Sommer angemeldet. „Doch schon kurze Zeit später traten beim Laufen Schmerzen in der Hüfte auf, deren Ursache bis heute nicht abschließend geklärt werden konnte. Ein Lauftraining war somit nicht mehr möglich“, war das Triathlon-Urgestein der Verzweiflung nahe. „Nach Absagen mehrerer Wettkämpfe wollte ich wenigstens bei den baden-württembergischen Triathlon-Meisterschaften in Ravensburg über die Sprintdistanz an den Start gehen“, so der Reilinger zu seinem Entschluss. Und so lag Leischwitz bereits nach dem Schwimmen im Ravensburger Flappachsee an dritter Stelle seiner Altersklasse M60. Die anschließende anspruchsvolle 25 Kilometer lange Radstrecke, die auf verkehrsarmen Wegen verlief, kam dem 60-Jährigen dabei entgegen. So konnte der Reilinger seine Radstärke ausspielen und fuhr mit der schnellsten Zeit auf Rang eins. Mit 2:10 Minuten Vorsprung ging der Altmeister auf die fünf Kilometer lange Laufstrecke, die mehrere Anstiege auf Schotter aufwies und nicht einfach zu laufen war. „Von Anfang an war kein schmerzfreies Laufen möglich. So ging der Vorsprung Sekunde für Sekunde verloren“, sagte ein frustrierter Leischwitz. In der zweiten Laufrunde war dann der komfortable Vorsprung geschmolzen.

Es droht eine neuerliche Operation

Der spätere Sieger, Johannes Dietrich vom DAV Ravensburg, überholte den ASG-Triathleten und nahm Leischwitz 39 Sekunden ab. Dennoch war der zweite Platz in 1:29,23 Stunden für den Ausnahmetriathleten ein riesiger Erfolg, mit dem niemand gerechnet hatte. Einziger Wermutstropfen: Die Probleme mit der Hüfte sind unter Umständen nur durch eine Operation zu beheben. „Das war vielleicht einer meiner letzten Wettkämpfe, wenn sich der Verdacht auf ein Knorpelschaden im Hüftgelenk bewahrheitet.“ cry

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