Lokalsport

2. Handball-Bundesliga Frauen Ketscher Kurpfalz-Bären gewinnen im letzten Saison-Heimspiel gegen Werder Bremen mit 26:20

Schneider hat zu keiner Zeit Zweifel am Sieg

Florian Marotzke, der Bremer Trainer, zeigte sich in der Pressekonferenz enttäuscht darüber, dass sich seine Mannschaft auswärts so schwertut: „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, als uns nur ganze sechs Tore gelungen sind“, sagte er nach dem 20:26 (6:12) in der Neurotthalle. Beim 3:2 für die 2. Liga-Handballerinnen der Kurpfalz-Bären in der 6. Minute sah es noch nach einem Spiel auf Augenhöhe aus. Doch die nächste Viertelstunde verzweifelten Merle Heidergott und Isabelle Dölle – die von den Bären am meisten gefürchtetsten Schützinnen – an der Willensstärke der gegnerischen Defensive, einschließlich Sabine Stockhorst im Tor.

Sophia Sommerrock hielt Heidergott in Schach, und Samira Brand ließ Dölle nicht zur Entfaltung kommen. Beim 9:2 war schon eine Vorentscheidung gefallen, und es spricht für die Werder-Spielerinnen, dass der Rückstand im restlichen Spiel nicht größer wurde.

Volksfeststimmung im Neurott

Über 720 Zuschauer feierten den letzten Heimauftritt der Bären, eingebettet in ein attraktives Rahmenprogramm um den Biggest-Loser-Finalisten Christos. Rebecca Engelhardt und Saskia Fackel waren in ihrem Tatendrang kaum zu bremsen, und hätte Carmen Moser ihr Zielwasser nicht in der Kabine vergessen, wären die Gäste noch ärger unter die Räder gekommen.

Dafür glänzte sie allerdings mit virtuosen Anspielen im Gegenstoß. Trainerin Kate Schneider gab allen ihren Spielerinnen lange Einsatzzeiten, ohne dass es zu einer Schwächephase kam: „In den letzten Auswärtsspielen haben wir in kritischen Situationen nicht immer souverän gespielt. Heute aber hatte ich zu keiner Zeit Zweifel an unserem Erfolg, der wieder einmal die Geschlossenheit im Team unterstreicht.“

Melching glänzt nochmals

Nach der Pause deuteten die Bären mit einfachen Toren zum 14:7 an, dass sie überzeugend Revanche nehmen wollen für die höchste Saisonniederlage in Bremen (33:23). Doch es waren vor allem Jenny Börsen und Jana Schaffrick, die sich mit Kampfgeist einem Kantersieg der Bären entgegenstellten.

Und hätte Hannah Melching, die sich studienbedingt aus dem Leistungssport verabschiedet, nicht ihr Potenzial abgerufen, wäre es für das Schneider-Team noch einmal eng geworden. Im Schlussteil des Spiels begeisterte das Zusammenspiel der jungen Bärentalente Sophia Sommerrock, Lea Marmodee und Lara Eckhard, die mit ihren Toren die Gäste auf Abstand hielten.

Nach einer so erfolgreich verlaufenen Zweitligarunde reisen die Bären in zwei Wochen (26. Mai) nach Halle, wo der Gastgeber wohl eine Aufstiegsparty feiern will. Die Bären könnten mit einem Sieg die Vizemeisterschaft gewinnen.

Die Bären: Sabine Stockhost, Hannah Melching (Tor), Sina Michels 2, Samira Brand 1, Sophia Sommerrock 5, Lea Marmodee 2, Saskia Fackel 6/1, Lara Eckhardt 3, Anna Michl, Lena Feiniler 1, Carmen Moser 1, Rebecca Engelhardt 5, Elena Fabritz. ihb

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