Lokalsport

2. Handball-Bundesliga Frauen Ketscher Kurpfalz-Bären halten nahezu den ganzen Kader für nächste Saison zusammen / Nur Hannah Melching tritt kürzer

Schneider setzt auf eingespieltes Team

Dr. Robert Becker und Adrian Fuladdjusch, die beiden Geschäftsführer der Ketscher Kurpfalz-Bären, hatten es nach den ersten Gesprächen im Dezember 2017 schon geahnt: „Nachdem klar war, dass Kate Schneider ihre dritte Saison als Bären-Coach bestreiten wird, gab es keinerlei Aufreger in den Vertragsgesprächen mit den Spielerinnen“, sagt ein zufriedener Adrian Fuladdjusch. Mit einer Ausnahme bleibt der komplette Kader bei dem derzeitigen Tabellenzweiten der 2. Handball-Bundesliga Frauen in der kommenden Saison zusammen, teilt der Verein mit.

Thomas Löbich, der mit Dr. Becker für die sportliche Führung sorgt, ist besonders beeindruckt vom Teamgeist, der alle Bären-Mannschaften auszeichnet: „Es macht riesige Freude zu beobachten, wie in allen Damen- und Jugendteams gearbeitet und zusammengewirkt wird. Der Gemeinschaftsgedanke steht bei uns über allem, manchmal muss man schon Sorge haben, dass wir nicht in zu viel Harmonie versinken“, meint er scherzend.

Auch Dr. Robert Becker freut sich: „Nur Hannah Melching, die ich vor sieben Jahren zu meiner B-Jugend in Bensheim geholt habe, wird ihre Leistungskarriere beenden und sich intensiver dem Studium widmen. Ansonsten bleibt dieses prächtige Team zusammen, worauf wir natürlich alle sehr stolz sein können. Und dies zeigt auch, dass die anfangs vielerorts belächelte Entscheidung, einer damals 26-jährigen Spielertrainerin das Bären-Team anzuvertrauen, wohlüberlegt war.“

Auf der Suche nach Ergänzungen

Katrin Schneider konnte zwar nach ihrer Schulteroperation nicht mehr aufs Spielfeld zurückkehren, doch ihre Trainerleistung findet allerdings inzwischen höchste Anerkennung. Dazu sagt sie: „Ich freue mich natürlich, dass wir mit einem unveränderten und eingespielten Kader in die Saison 2018/2019 gehen können. Die Vertragsverlängerungen sprechen natürlich für die Mannschaft, für die Führung, für die Fans und für alle Helfer, die die Kurpfalz-Bären zu etwas Besonderem und zu einer großen Familie machen.“

Was die Bären-Community freut, könnte aber auch anders ausgelegt werden, wie Dr. Robert Becker mit einem Lachen betont: „Missgünstige Handballexperten könnten dies auch als ‚Stillstand in Ketsch‘ auslegen. Aber wir haben ein großartiges Fundament und werden weiterhin genau prüfen, wer sportlich und menschlich zu den Bären passt. Wir stehen deswegen in einigen Gesprächen, um die Teams weiter zu stärken.“

Und wie sehen es die Spielerinnen selbst? Was hat sie bewogen, ihren Vertrag zu verlängern und weiterhin Teil des Bären-Teams zu sein?

Sina Michels (Kapitänin): „Ich fühle mich in Ketsch sehr wohl, weil sich auch Beruf und Sport hier gut verbinden lassen.“

Carmen Moser: „Ich habe mich wieder super eingelebt in Ketsch. Und unser Tempohandball ist genau das Richtige für mich, da will ich auch die nächste Saison dabei sein.“

Lea Marmodee: „Ich bin sehr froh, Teil dieser einzigartigen Mannschaft zu sein, da mir das ganze Umfeld gefällt und ich mit allen sehr viel Spaß habe.“

Saskia Fackel: „Wir sind hier mehr als nur ein Team, in dem ich mich absolut wohl fühle und wir die allertollsten Fans haben!“

Lena Feiniler: „Ich bleibe weiterhin sehr gerne ein Teil dieses Teams, weil ich mich in Ketsch seit zwölf Jahren wohlfühle und das ganze Umfeld sehr schätze.“

Anna Michl: „Ich bin sehr glücklich, weiterhin in der Kurpfalz-Bären-Familie zu sein. Das Umfeld, unsere Fans und die Heimspielatmosphäre sind einfach unschlagbar. Unser Zusammenhalt ist einfach großartig.“

Sophia Sommerrock: „Ich finde es super in Ketsch, weil ich hier mit meinen Freundinnen als Mannschaft weiterwachsen und viel Spaß haben kann.“

Rebecca Engelhardt: „Hier kann ich meine Handballleidenschaft voll entfalten. Die sportliche Entwicklung bei uns ist unglaublich, da so viele aus der eigenen Jugend bei uns spielen. Da will ich auch in Zukunft dabei sein.“

Sabine Stockhorst: „Ich bleibe in Ketsch, weil wir eine tolle Mannschaft haben. Auch in der Region Heidelberg-Mannheim gefällt es mit ausgesprochen gut.“

Elena Fabritz: „Der Zusammenhalt in unserem Team ist einfach unglaublich. Da will ich weiter dabei sein.“

Samira Brand: „Ich fühl mich einfach pudelwohl in der Mannschaft. Wir beweisen einen starken Zusammenhalt, welcher sich auch sehr oft durch unseren großen Kampfgeist zeigt. Es macht einfach Spaß, auch außerhalb des Spielfeldes.“

Lara Eckhardt: „Es ist einfach toll, wenn man aus der Jugend kommt und sofort in der Ersten und Zweiten super aufgenommen wird. Ich freue mich, auf alles was noch kommen wird.“

Und was sagt Hannah Melching, die nach vier Jahren in Ketsch nicht mehr das Bären-Torhüterinnen-Trikot tragen wird? „Dieser Schritt ist mir nicht leichtgefallen, aber für mich ist nach langen Handballjahren erst einmal Zeit, neue Wege zu gehen. Wir haben hier ein Wahnsinnsteam, mit unglaublichem Zusammenhalt und einem super Umfeld. Dafür möchte ich danke sagen. Ich bin mir sicher, wir werden uns noch häufig in der Halle sehen, wenn ich das Team in der Halle anfeuern werde. Denn auch für mich gilt: Einmal Bär – immer Bär.“

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