Lokalsport

Fußball-Landesliga SV 98 trotz 1:3 gegen Kirchheim verbessert

Schwetzingen gefällt mit geschlossener Teamleistung

Trotz einer erneuten Heimniederlage – diesmal mit 1:3 (1:2) gegen die Spitzenmannschaft SG Heidelberg-Kirchheim – rief der Tabellenletzte der Fußball-Landesliga seine bisher beste Saisonleistung ab: Der SV 98 Schwetzingen trat mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung auf.

Matthias Mrosek, der nach der Trennung von Harald Wilkening (wir berichteten) sein erstes Spiel an der Außenlinie als Interimstrainer bestritt, stellte die Mannschaft auf einigen Positionen um. So rückte Mannschaftskapitän Alexander Dirks auf die Innenverteidiger-Position, Onur Yildirim nahm für ihn die Sechser- Position ein. Linus Held wurde in die Sturmmitte beordert und Harun Solak, der nach seiner langen Verletzungspause zum ersten Mal von Beginn an mitwirkte, rief auf der Zehnerposition eine gute Leistung ab.

Er war es auch, der Florian Djahini in Szene setzte, der dann den gelungenen Spielzug mit seinem Tor zur 1:0-Führung veredelte (5.). Alle Umstellungen machten sich bemerkbar, denn die couragiert auftretenden Platzherren machten es den Gästen schwer, tatsächlich in die Favoritenrolle zu schlüpfen.

Der Ausgleichtreffer durch Lorik Wittmann geriet abseitsverdächtig (28.). Kirchheim kam nun stärker auf und fand eine Lücke in der sonst von Dirks gut organisierten Schwetzinger Abwehr. Die Gäste gingen durch Enis Kajtzakovic in Führung (39.). Von dem Rückstand keineswegs geschockt, erhöhte das Tabellenschlusslicht nochmals die Schlagzahl. „Ich habe der Mannschaft in der Halbzeitpause klar gemacht, dass wir das Spiel noch lange nicht verloren haben und auch gegen den starken Gegner mithalten können“, ließ Mrosek wissen.

Djahini spielte einmal mehr seine Schnelligkeit aus, doch sein Schuss prallte nur an den Pfosten (65.). „Wenn der reingeht, dann hätte das Spiel sicherlich einen anderen Verlauf genommen“, konstatierte Mrosek. Man merkte der Schwetzinger Mannschaft den Willen an, eine erneute Niederlage unbedingt vermeiden zu wollen.

Referee unterbricht Drangphase

Doch die Drangperiode der Schwetzinger unterbrach der schwache Schiedsrichter Benedikt Ertl (Tauberbischofsheim) – er hatte bereits einige unglückliche Entscheidungen gegen den Gastgeber getroffen – als er nach einem Allerweltsfoul auf den Elfmeterpunkt zeigte, Malek Örum als Sünder ausmachte und mit der Rot bedachte. Jonas Rehm verwandelte den Strafstoß zum schmeichelhaften 1:3-Endstand (80.). „Wenn du unten stehst, dann verlässt dich auch in vielen Situationen das Glück. Unsere Mannschaft hätte nach dem Spielverlauf mindestens einen Punkt verdient gehabt, denn in der zweiten Halbzeit waren wir das bessere Team. Mir tut es für unsere Spieler leid, die für ihren starken Auftritt nicht belohnt wurden. Aber auf diese Leistung lässt es sich aufbauen“, bilanzierte Mrosek.

SV 98: Hofmann (46. Polat), Wenz, Dirks, Gregg, Yildirim, Held, Mrosek, Örum, Solka, Djahini, Zimmermann (81. Iacono).

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