Lokalsport

Fußball-Verbandsliga SV 98 verliert nach drei ungeschlagenen Partien 2:4 beim VfB Eppingen / Trainer Gernot Jüllich bemängelt mangelnde Chancenverwertung

Schwetzinger scheitern am eigenen Unvermögen

Archivartikel

Das war ein herber Rückschlag für den Fußball-Verbandsligisten SV 98 Schwetzingen im Bemühen, nach drei ungeschlagenen Spielen in der Auswärtsbegegnung beim VfB Eppingen nachzulegen. Der Schuss ging gewaltig nach hinten los, denn statt des erhofften Dreiers hagelte es für den SV 98 eine 2:4-Niederlage. Schwetzingen ist dadurch wieder näher an die Abstiegsplätze gerückt.

Der Uhrzeiger hatte gerade einmal zwei Umdrehungen zurückgelegt, da klingelte es bereits im Schwetzinger Tor. „Ich habe noch vor dem Spiel in der Kabine gesagt, dass zunächst einmal die Null stehen muss. Doch dann dieser Patzer beim ersten Tor. Da waren Malek Örum und auch Matteo Dorn nicht nah genug bei ihren Leuten, das Tor darf so nicht fallen“, monierte SV-98-Coach Gernot Jüllich. Dem Eppinger Torschützen Johannes Ebner war es recht, denn der brachte seine Mannschaft bereits früh in Führung (2.).

Pech kam dann auch noch für den SV 98 dazu, als Ciaran Fleck abzog und Dorn den Ball unglücklich ins eigene Tor abfälschte (14.) Apropos Dorn, der sonst so sichere Schwetzinger Abwehrchef hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Doch nicht nur er hatte verwachst. „Heute hatte es in fast allen Mannschaftsteilen nicht gestimmt“, brachte es der Schwetzinger Kapitän Michael Kettenmann – der noch zu den Besten gehörte – auf den Punkt. Zu allem Übel musste der Schwetzinger Spielgestalter Alexander Dirks bereits früh verletzt vom Platz(22.). Für ihn kam Nelson Nsowah.

Nach einer Notbremse sah der VfB-Spieler Raphael Sigloch die Rote Karte (30.). Thomas Can zeigte einmal mehr seine Feistoßkünste und zirkelte das Leder zum 1:2-Anschlusstreffer ins linke obere Eck (29.). Eine Minute später musste der Eppinger Torwart Chrisovalantis Terzopoulos nach einem satten Schuss von Sergen Sertdemir eine Glanzparade auspacken, um den Ausgleich zu verhindern. Auch Patrick Hocker ließ eine weitere gute Einschussmöglichkeit der Gäste liegen (38.).

Nur Thomas Can trifft

Schwetzingen nutzte jetzt sichtbar den numerischen Vorteil und zog vor dem Seitenwechsel ein wahres Powerplay auf. Nach einer Eckballserie herrschte Alarmstufe eins im VfB-Strafraum. Doch der SV 98 scheiterte letztendlich an der vielbeinigen Abwehr des Gastgebers und am eigenen Unvermögen, das Leder im Eppinger Tor unterzubringen. „Es ist schlimm, wie wir mit unserer Chancenverwertung umgehen und die Möglichkeit nicht nutzen, noch vor der Pause in Führung zugehen“, fand Jüllich beim Gang in die Kabine einen weiteren Kritikpunkt an seiner Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste ihre Vorherrschaft verpuffen.

Der VfB nutze einmal mehr die Unzulänglichkeit im Schwetzinger Deckungsverband durch Tobias Zakel, der per Kopf auf 3:1 erhöhte (58.). „Wir gewinnen keinen Kopfball“, stellte am Rande SV-98-Spielleiter Uli Auer folgerichtig fest. Als dann noch Örum ohne Not seinen Gegenspieler im Strafraum umschubste, verwandelte Ebner den fälligen Strafstoß zum 4:1 (68.). Da aus dem Spiel heraus bei den Gästen wenig ging, musste erneut der Schwetzinger Freistoßspezialist T. Can herhalten und verkürzte auf 2:4 (78.).

„Das war ein gebrauchter Nachmittag, wir haben uns teilweise wie die ersten Menschen angestellt. Ich habe so ein Spiel noch nicht erlebt“, schilderte der zweifache Schwetzinger Torschütze nach dem Schlusspfiff. lof

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