Lokalsport

3. Handball-Liga HG bei Spitzenreiter Eisenach zu Gast

„Sehen, ob es reicht“

Archivartikel

Vielfach wurden die anstehenden Auftritte beim ThSV Eisenach von der Drittliga-Konkurrenz im Vorfeld, als „einfachste Aufgabe der Saison“ apostrophiert. Und dies dürfte auch für die Handballer der HG Oftersheim/Schwetzingen gelten, die am Samstag (19.30 Uhr) dort vorstellig werden. Und Punkte gegen den Abstieg sind auch nicht mehr nötig.

Klar favorisiert ist der Zweitliga-Absteiger, der schon lange als Staffelsieger feststeht. Der Proficlub hatte von vornherein die Rückkehr in den Bundesliga-Bereich als Ziel ausgegeben und unter anderem mit massiven Nachverpflichtungen sein Vorhaben konsequent verfolgt. Nicht ganz ins Bild passt da die jüngste Niederlage in Hanau, die zweite in dieser Saison, die der ThSV gerne als Betriebsunfall abgehandelt wüsste.

Potenzial nicht ausgeschöpft?

Aber nicht alle Ergebnisse spiegeln den eigentlich vorhandenen Klassenunterschied, die verschiedenen finanziellen Dimensionen wider. Oftmals gab es Kritik, vom Trainer, von den Medien, Eisenach würde sein Potenzial nicht ausschöpfen oder auf die Platte bringen. Viele Partien liefen nach dem Muster ab, erst am Ende noch einmal richtig Gas zu geben und die Beute einzufahren. So auch vor gut fünf Monaten in der Schwetzinger Nordstadthalle. 30:29 stand es knapp sechs Minuten vor Abpfiff, 30:33 endete die Begegnung. Aber unschlagbar ist der Ex-Erstligist nicht, doch nur zwei- bis viermal gelang die Sensation. Eben in Hanau und auch im Oktober in Rodgau-Nieder-Roden wurde der Schalter wohl zu spät umgelegt, in Bruchköbel und gegen Groß-Bieberau/Modau reichte es jeweils nur zu Unentschieden.

Den HG-Youngstern ist jedenfalls vor den Weiten der Traversen (so nennen sich dort die Tribünenreihen) der Werner-Assmann-Halle (durchschnittliche Zuschauerzahl 1657 bei einer Kapazität von 3100 Personen) nicht bange. Ja, sie freuen sich sogar darauf, dort aufspielen zu dürfen.

Sie sehen den Druck ausschließlich auf den Hausherren lasten und hoffen, dem Aufstiegskandidaten ein Schnippchen zu schlagen. Stellvertretend für sie meldet sich Niklas Krämer zu Wort: „Wir setzen uns nicht stundenlang in den Bus, um uns dann abschlachten zu lassen. Und mit sechs Seriensiegen im Rücken, dürfen wir schonmal schauen, was da so geht. Ob es am Ende dann reicht, wird sich zeigen.“ mj

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