Lokalsport

Tischtennis-Badenliga TTC Ketsch behält zu fünft beim 9:6 in Weil die Oberhand / Neu-Brühlerin Maike Korn mit starkem Einstand

Siegmund und Pastler sind mehr als Ersatz

„Da kann man nicht meckern!“ Zufrieden blickte Timo Berger, Kapitän des Badenligisten TTC Ketsch, auf das zweite Saisonspiel beim ESV Weil zurück. Trotz widriger Umstände gelang ein 9:6-Erfolg, so dass der Start mit 4:0-Punkten gelungen ist.

Der Sieg ist umso bemerkenswerter, da er zu fünft errungen wurde. Christoph Schröder stand nicht zur Verfügung, für ihn stellte sich der erkrankte Alexander Krieger an den Tisch und „schenkte“ seine Spiele. Auch Robin Maier fiel aus, aber wohl dem, der solche Ersatzspieler hat. Boris Pastler und Sandro Siegmund überzeugten voll und gewannen im unteren Paarkreuz alle vier Einzel.

Ein weiterer Erfolgsfaktor war der 3:2 (12:10)-Sieg von Timo Müller nach 0:2-Satzrückstand gegen Jürgen Eise. Timo Berger zeigte gegen den starken Schweizer Denis Joset eine gute Leistung, verlor jedoch 1:3. Überraschend für ihn selbst war der 3:1-Sieg gegen Abwehrspieler Alen Kovac. „Neben drei kampflosen Spielen nur drei Punkte abgeben, das ist schon stark“, meinte Berger. Der TTC freut sich aufs erste Heimspiel am 20. Oktober gegen Karlsdorf.

Keine Chance hatte der TTC Hockenheim in der Verbandsliga beim TTV Weinheim-West. Die 1:9-Niederlage fiel angesichts von drei Fünfsatzniederlagen etwas zu hoch aus. Den Ehrenpunkt holte Daniel Eberwein mit 3:1 gegen Dennis Ludigkeit. „Weinheim-West wird in dieser Form um die Meisterschaft mitspielen“, meinte Stefan Trotter, der mit Daniel Dörsam im Doppel 2:3 (3:11) gegen Christian Stofleth/Dennis Ludigkeit verlor und sich im Einzel gegen Stofleth 0:3 geschlagen geben musste. Dörrsam musste auch in beiden Einzeln in den fünften Satz. Gegen Abwehrspieler Tim Fischer verlor er nach 2:1-Führung noch 2:3, gegen Stofleth lag er sogar 2:0 vorne, gab das Spiel aber noch 2:3 ab. Allerdings ist Stofleth, früher in der Regionalliga und Oberliga bei der TSG Kaiserslautern aktiv, der stärkste Akteur in der Liga. Sein Verbandsliga-Debüt gab Ralph Adameit, der gegen Jan Reinig beim 0:3 chancenlos war. „Da geht es schon richtig zur Sache, was Tempo, Spin und Treffsicherheit betrifft“, sagte Adameit.

Noch ohne Verlustpunkt

Nur zwei Teams sind in der Frauen-Verbandsliga noch verlustpunktfrei, neben der TTG Neckarbischofsheim ist das der TV Brühl. Die Brühlerinnen schlugen die SG DJK Käfertal/Waldhilsbach II mit 8:2. Dabei feierte Maike Korn ein gelungenes Debüt. Sie unterlag zwar im Doppel mit Miriam Post 2:3 gegen Sabine Lehr/Heike Czech, in den Einzeln gegen Czech und Stein gab sie jedoch keinen Satz ab. Susanne Amos gewann das Spitzeneinzel gegen Lehr 12:10 im fünften Satz, auch Post gewann 3:2 gegen Lehr und drehte dabei einen 0:2-Rückstand um. Kerstin Eberle ließ in beiden Einzeln nichts anbrennen.

Die TTG EK Oftersheim II ist in der Männer-Verbandsklasse weiter überfordert. Mit 2:9 gegen den FC Lohrbach kassierte der Aufsteiger die vierte Niederlage. Das Team lag ohne Thomas Berlinghof und Florian Schön schnell 0:5 zurück.

In der Frauen-Verbandsklasse verlor der TV Schwetzingen 5:8 bei der SG Dielheim/Mühlhausen. Beide Doppel gingen an die SG, dann aber siegte Iris Daniel gegen die Nummer eins, Sybille Schreiber, nach taktisch kluger Vorstellung 3:0, Eichhorn ließ Silvia Straeten ebenfalls keinen Satzgewinn. Doch Fünfsatzniederlagen von Ersatzspielerin Carmen Mai-Pressl gegen Laura Perri und von Eichhorn im Spitzeneinzel gegen Scheiber leiteten die Niederlage ein. Zwar gewann Ulrike Piepereit sogar gegen Scheiber, Mai-Pressl blieb jedoch sieglos.

Der TTC Ketsch II sicherte sich in einer dreieinhalbstündigen Partie ein 7:7 gegen den TTC SG St. Ilgen. Für die erkrankte Christine Klumb spielte Cheyenne Cielinski. Sie verlor mit Leonie Sturm mit 2:3 gegen Bianka Schulz/Mirjam Krieger-Rohrbach. Sturm trumpfte dann auch in den Einzeln auf, nur gegen Noppenspielerin Schulz gab es ein 0:3. Karolin Mellein zog im Spitzeneinzel gegen Schulz mit 1:3 den Kürzeren. „Auf die langen Noppen musste ich mich erst einstellen“, sagte Mellein.

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