Lokalsport

Deutscher Handball-Pokal TSG Ketsch II zieht sich beim 19:28 gegen Waiblingen gut aus der Affäre

„Sind auf einem guten Weg“

Archivartikel

Selten hat man Trainer Adrian Fuladdjusch bei einer Pressekonferenz nach einer 19:28-Niederlage derart zufrieden gesehen. Soeben hatten seine Drittliga-Junioren der TSG Ketsch gegen den VfL Waiblingen in der ersten Pokalrunde des Deutschen Handball-Bundes eine grandiose Leistung abgerufen und den haushohen Favoriten aus der 2. Bundesliga lange Zeit mehr als nur geärgert.

Mit Selina Renner, Lara Böser, Sarina Genova und Jule Haupt standen gleich vier Jugendspielerinnen im Kader der Junioren. Und die „Rasselbande“ legte los wie die Feuerwehr, nach wenigen Minuten lagen sie mit 2:0 in Front und die „Tigers“ aus Waiblingen merkten, dass man in Ketsch die Krallen ausfahren muss, um zu gewinnen.

Nie aufgegeben

Obwohl Waiblingen die eigene Dynamik spürbar erhöhte und nach einer Viertelstunde mit 4:7 davonzog, gaben die Junior-Bären nicht nach. Mit einer Auszeit versuchte Coach Fuladdjusch, sein Team wieder in die Spur zu bringen, doch beim 6:11 musste eine zweite Auszeit her, um die junge Truppe zu beruhigen. Vier Tore in Folge brachten wieder den 10:11-Anschluss, danach hatte Ketsch mehrfach die Gelegenheit den Ausgleich zu erzielen, doch zur Halbzeit lag man 11:14 zurück.

Schon jetzt waren die knapp 100 Zuschauer vom Zusammenspiel von Katrin Rüttinger im Tor und der wieselflinken Ina Bühl begeistert, die vier Pässe traumwandlerisch sicher fing und spektakulär verwandelte.

In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte knirschte es gewaltig im Getriebe der Junior-Bären, und Waiblingen konnte sich auf 12:21 absetzen.

Doch in der letzten Viertelstunde zeigten gerade die jungen Spielerinnen, was in ihnen steckt. Varvara Novichikhina gelangen sehenswerte Treffer aus dem Rückraum, Jule Haupt überzeugte mit ihrer frechen Spielweise und auch Selina Renner im Tor und Sarina Genova am Kreis wussten zu gefallen.

Adrian Fuladdjusch war hochzufrieden: „Glückwunsch an die Mannschaft für so eine Leistung, wir sind auf einem guten Weg. Viele Spielerinnen haben während der Vorbereitung einen großen Schritt nach vorne gemacht.“

Ketsch II: Rüttinger, Renner; Goudarzi, Klacar, Puhr, Haupt (2/1), Widmaier 1, Büßecker (1), Bühl (4), Berg (1), Völker (3), Novichikhina (4), Böser, Genova (1). ws

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