Lokalsport

Schach-Bundesliga Hockenheim als Dritter wieder auf Kurs

Situation verbessert

Archivartikel

Hockenheim.Die Schachvereinigung 1930 Hockenheim befindet sich in der Bundesliga im Aufwind. Mit zwei Siegen gegen die Mitfavoriten SC Viernheim und SF Deizisau und einem Remis gegen Seriensieger OSC Baden-Baden in Berlin ist das Team wieder auf Kurs.

Nach der unerwarteten und unnötigen Niederlage gegen Hamburg in Runde sieben konnte jeder weitere Punktverlust das endgültige Aus für die Titelträume bedeuten. Gegen Reisepartner SC Viernheim mit dem Weltklassemann Mamedyarov am Spitzenbrett war in Runde neun bei der zentralen Veranstaltung in Berlin hohe Aufmerksamkeit angesagt. Obwohl der US-Chees-Champion von 2018, Sam Shankland, diesen Kampf verlor, stand am Ende ein klarer 5,5:2,5-Sieg gegen den Aufsteiger und dämpfte deren Erwartungen. Da auch OSC Baden-Baden gegen das befreundete SF Deizisau mit 4,5:3,5 gewann und Solingen unbesiegt blieb, änderte sich an der Tabellenspitze zunächst nichts.

In Runde zehn stand das hochgepriesene Duell zwischen Seriensieger OSG Baden-Baden und dem Rennstadtteam aus Hockenheim auf dem Programm. Nachdem feststand, dass Baden-Baden mit dem theoretisch stärksten Team und inklusive der vier Top-Ten-Spielern angereist war und in Hockenheim nur der Chinese Wei Yi fehlte, war Nervenstärke gefragt – auch auf Seiten des Publikums. Fest stand, dass der ELO-stärkste Kampf in der Bundesliga-Historie auf der Agenda stand, als der Schiedsrichter den Kampf freigab. Nach ausgeglichenem Verlauf endeten alle Partien Unentschieden und der erste Punktverlust von Seriensieger Baden-Baden stand fest.

Der Parallelkampf SC Viernheim gegen SF Deizisau endete zur Überraschung vieler ebenfalls mit einem Remis.

Rennstadtteam profitiert

Die elfte und letzte Runde sollte einige Überraschungen mit sich bringen. Vor allem die drei Spitzenteams waren gefordert. Ohne Punktverlust blieb am Ende nur SG Solingen mit einem knappen 4,5:3,5-Sieg gegen SV Hofheim, während das Spitzenteam aus Baden-Baden erneut einen Punkt gegen SC Viernheim abtreten musste, nachdem Weltmeister Vishy Anand frühzeitig seine Partie gegen den Ukrainer Korobov Anton aufgegeben hatte. Profitieren von dieser Situation konnte zum Schluss das Rennstadtteam, das mit einem knappen 4,5:3,5-Erfolg gegen das starke Team aus Deizisau mit einem Punkt weniger an das Führungsduo Baden-Baden und Solingen heranrücken konnte.

Fazit: Das Rennstadtteam steht auf Rang drei direkt hinter OSG Baden-Baden und Solingen und hat seine Position verbessert. Am Wochenende finden die nächsten Spiele im Bürgerhaus in Viernheim statt. Gegner sind USV TU Dresden und Schachfreunde Berlin. da/zg

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