Lokalsport

So gibt es nur Gewinner

Auf dem Fußball-Transfermarkt gibt es sie also doch noch, die Tugenden „Fairness“ und „Wertschätzung“. Das zeigt das Beispiel des Wechsels von Mittelfeldspieler Philipp Förster vom SV Sandhausen zum VfB Stuttgart. Vorbildlich soll das Verhalten der Verantwortlichen aus dem „Ländle“ gewesen sein, als sie die Macher des SVS frühzeitig über die Absicht, Förster verpflichten zu wollen, informiert haben. In Zeiten, in denen Spieler ihre Wechsel mit Streiks erzwingen oder sich selbst freikaufen möchten, fällt das Förster-Beispiel positiv auf. Gut, Förster hatte seinen Vertrag auch erst vor wenigen Wochen verlängert. Aber schon in der Sommerpause war er mit dem VfB, bei dem er schon in der Jugend gespielt hatte, in Verbindung gebracht worden.

Überrascht waren die SVS-Kaderplaner zwar schon, als das Interesse noch einmal aufkam, aber sie wussten um die Vertragsdetails und deswegen hegen sie gegenüber Förster keinen Groll. Dass das so ist, liegt an den offenen Gesprächen zwischen den Vereinen sowie Trainer Uwe Koschinat und seinem inzwischen ehemaligen Spieler.

Es zeigt: Im Fußball gibt es noch moralische Werte. Verträge sind etwas wert – in Försters Fall sogar drei Millionen Euro. Mit dem Geld stößt Sandhausen in neue wirtschaftliche Dimensionen vor und Förster kommt seinem Traum vom Bundesligaprofi in Stuttgart ein Stück näher – es gibt also erst einmal nur Gewinner. Und das alles dank der offenen Kommunikation. Sie ist das A und O – im Sport und in der Gesellschaft sowieso.

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