Lokalsport

Fußball-Verbandsliga SV 98 kann sich gegen den FC Olympia Kirrlach keine Luft verschaffen / Glück in der Nachspielzeit

Sören Ruder rettet einen Punkt

Archivartikel

Das war kein Spiel für schwache Nerven, welches die Zuschauer beim 2:2 (0:0) in der Fußball-Verbandsligabegegnung des SV 98 Schwetzingen gegen FC Olympia Kirrlach geboten bekamen. Der Gastgeber musste ohne Fabian Wild und Jonas Can auskommen, was SV-98-Coach Michael Köpper angesichts der dünnen Personaldecke überhaupt nicht schmeckte.

Der Gastgeber ging mit dem festen Willen in die Partie, mit einem Sieg gegen einen Mitkonkurrenten um den Klassenerhalt endlich den Deckel draufzumachen und somit sorglos die restlichen drei Spiele bestreiten zu können. Das Vorhaben schien auch im ersten Spielabschnitt aufzugehen, denn der SV 98 erspielte sich mit teilweise sehenswerten Angriffen Torchancen im Zweiminutenakt. Patrick Hocker (10.), Nils Makan (12.), Fabian Feigenbutz (14.) sowie Jonathan Babari (16.) fehlte das Happy End im Abschluss.

Beim ersten Angriff der Gäste brannte es allerdings gleich lichterloh im Schwetzinger Strafraum und Michael Kettenmann musste den Ball von Mario Geggus von der Linie kratzen (35.). Auch beim Freistoß von Ayhan Akdemir, der die Kugel an den Pfosten setzte, stand den Schwetzingern das Glück zur Seite (44.).

Gegner nutzt Chancen besser

„Ich habe meiner Mannschaft in der Halbzeitpause klar gemacht, Geduld zu bewahren und auf die aufrückenden Spieler zu achten“, erklärte Köpper. Doch anscheinend war die Schwetzinger Abwehr noch mit ihrem Gedanken beim Pausentee, was Kirrlach in Person von Andre Fellinger zum 0:1 nutzte (47.). Salvatore Rindone, der in der kommenden Saison den Fußball-Landesligisten Spvgg 06 Ketsch verstärken wird, setzte mit seinem Treffer zum 0:2 noch einen drauf (50.). Die Schwetzinger schienen nach dem Doppelschlag sichtlich konsterniert. Kirrlach blieb das nicht verborgen und sorgte immer wieder mit überfallartigen Kontern für Gefahr. SV-98-Keeper Steven Ullrich lief in Hochform auf, stach Schüsse von Akdemir (62.) und Rindone (74.) und hielt somit seine Mannschaft im Spiel. Köpper beorderte seinen kopfballstarken Abwehrchef Matteo Dorn nach vorne, um noch mehr Druck auf das Gästetor zu machen. Hocker, der sich einige gute Chancen erspielte, aber im Abschluss zu zaghaft wirkte, nahm sich ein Herz und netzte mit einem trockenen Schuss zum 1:2 ein (79.). Durch den Anschlusstreffer beflügelt, ging noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft. Hocker (82.) und Dorn (85.) scheiterten mit ihrem Kopfballversuchen. Doch auf den Schwetzinger Kapitän Sören Ruder, der in der neuen Runde die Fußballstiefel für die Ketscher schnüren wird, war einmal mehr Verlass. Wie bereits im Spiel in Eppingen gelang Ruder erneut in der Nachspielzeit der entscheidende Treffer zum Ausgleich und rettete den Schwetzingern einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenverbleib.

Köpper: „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, sie hat bis zum Schluss gefightet und sich nie aufgegeben. Trotz unserer Personalnot haben alle Spieler auf dem Feld vollen Einsatz gezeigt. Chapeau!“ Drei Spieltage vor Saisonende hat sich die Lage für den SV 98 immer noch nicht entspannt. Durch den Sieg von Neckarelz ist der Abstand auf den Abstiegsrelegationsplatz von sieben auf fünf Punkte geschrumpft. Um ganz sicher zu gehen muss in den beiden Auswärtspartien gegen TuS Bilfingen und Espanol Karlsruhe – zwei Vereine, die ebenfalls um den Ligaverbleib bangen – sowie im letzten Heimspiel gegen VfR Mannheim, der um den Aufstieg spielt, unbedingt gepunktet werden, um am Ende über dem Strich zu stehen.

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