Lokalsport

3. Handball-Liga HG verliert 28:29 bei Aufsteiger Dansenberg

Soloeinlage führt zur Niederlage

Archivartikel

Denkbar knapp scheiterte die HG Oftersheim/Schwetzingen in ihrem Versuch, sich ihren achten Auswärtssieg in der 3. Handball-Liga zu sichern. Mit 28:29 (15:15) unterlag sie beim TuS Dansenberg, der damit schon fast den Klassenerhalt sicher hat. Trainer Holger Löhr lobte dennoch: „ Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben das Spiel, obwohl unser Klassenerhalt schon längst feststeht, nicht abgeschenkt, das gehört sich auch nicht. Wir sind über weite Strecken sehr diszipliniert zur Werk gegangen. Hintenraus hat dann die Ruhe gefehlt, vielleicht hätte ich auch mutiger coachen müssen.“

Die intensiv geführte Begegnung mit ständig wechselnden Vorteilen (8:5, 10:13, 19:19, 21:24, 24:26) wurde zum Ende hin ständig laufintensiver, denn Dansenbergs Trainer Marco Sliwa schickte seine Deckung immer weiter raus. Aam Ende operierte sie fast in einer Art 0:3:3-Formation. Außerdem musste Löhr zwei seiner Akteure ein wenig schützen: Lino Messerschmidt war in der ersten Halbzeit schon zweimal vom Feld geflogen, ähnlich erging es Max Barthelmeß nach der Pause.

Überflieger bleibt meist am Boden

Trotzdem brachte der Gast seine Führung bis in die berüchtigte Crunchtime, muss sich vielleicht den Vorwurf gefallen lassen, nicht früher für deutlichere Verhältnisse gesorgt zu haben. Denn mehrfach bestand die Möglichkeit, den Abstand zu vergrößern. Dabei hatte die HG in doppelter Unterzahl eigentlich schon die Weichen in die richtige Richtung gestellt und sich mit zwei Treffern auf 19:22 abgesetzt und eine weitere gute Chance gar vergeben (45.). Hinter war Daniel Unser ein wichtiger Baustein mit seinen zahlreichen Paraden.

Dansenbergs Überflieger, den im Winter verpflichteten Mittelmann Loic Laurent, hatte Oftersheim/Schwetzingens Deckung weitgehend neutralisiert (drei Tore). Er saß dann lange auf der Bank. Sliwa meinte: „Loic hatte heute nicht einen überragenden Tag gehabt. Aber dass er den Siegtreffer wirft, zeigt seine Qualität.“ Denn nach einem vergebenen Siebenmeter beim 24:26 (55.) und zwei weiteren vergebenen freien Bällen hatte der Hausherr gelichgezogen (27:27/57.). Kreisläufer Niklas Krämer nach sauberem Zuspiel von Daniel Hideg legte noch einmal für die HG vor. Dann egalisierte wieder Jan Claussen.

Auszeit verfehlt Wirkung

Löhrs Auszeit 1:45 Minute vor Ultimo verfehlte ihre Wirkung, auch weil bei einem geblockten Wurf den Kurpfälzern der fällige Eckball verweigert wurde. Sliwas Timeout (15 Sekunden Restspielzeit) führte dann zum Jubelsturm. Als das TuS-Positionsspiel nicht einbrachte, vernaschte Laurent des Gegners Deckung in einer Soloeinlage. Die folgende schnelle Mitte der HG wurde dann von den Pfälzern und der Schlusssirene ausgebremst.

Löhr nahm es gelassen: „Wir haben schon öfter mit einem Tor gewonnen, da gleicht es sich dann wieder aus.“ Sliwa war indes „megastolz. Wir hatten diese Gegenwehr erwartet, aber konnten das gegnerische Spiel nicht unterbinden. Vielleicht wollten wir am Ende einen Tick mehr. Von verdientem Sieg möchte ich nicht sprechen, aber wir haben das Geschenk angenommen“.

HG: Gabel, Unser; Barthelmeß, Messerschmidt (2), Jansen (6), Rudolf (2), Förch (3), Zipf, L. Sauer (1), Krämer (3), A. Sauer (4), Körner, Hideg (7/3). mj

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