Lokalsport

Handball-Oberliga Frauen HG gegen Steißlingen ohne Chance

Steigerung ja – Zähler nein

Archivartikel

„Es war eine Steigerung gegenüber dem Bönnigheim-Spiel“, brachte Trainer Matthias Kolander einen Teil seiner Zufriedenheit auf einen Nenner. Nichtsdestotrotz bleiben seine Oberliga-Handballerinnen der HG Oftersheim/Schwetzingen auch nach der zweiten Partie punktlos. Sie unterlagen dem TuS Steißlingen, einem weiteren Titelmitfavoriten, mit 20:29 (12:14). „Aber wenn wir so weitermachen, uns weiterentwickeln, wird das noch richtig gut“, blieb Kolander optimistisch.

Kolanders Spielerinnen hielten 40 Minuten lang durchaus mit, meinte der Trainer rückblickend und bescheinigte ihnen ein entsprechendes Niveau. Doch diese 40 Minuten gab es nicht am Stück, sondern über die gesamte Partie verteilt. Denn sowohl der Spielbeginn, wie auch die Neuaufnahme der Begegnung nach der Pause waren eher ein Fiasko. „Nach der Halbzeit haben wir nicht ins Spiel zurückgefunden, haben es regelrecht verpennt, weiterzumachen.“

Aber schon am Anfang hatte sein Team wenig zu bestellen. Mit einer 5:1-Deckung, die gegen Spielmacherin Karo Kolb ausgerichtet war, tat sich die Heimmannschaft zunächst schwer. Meist wurde versucht über die Mitte zu kommen, das Spiel an den Kreis gesucht, aber im Steißlinger Abwehrzentrum war alles dicht. Zahlreiche eigentlich unerzwungene Fehlpässe führten zwangsweise zu Kontern. Und im Positionsangriff ließ sich die HG-Defensive, die sich in einer 6:0-Formation präsentierte, zu oft auseinanderdividieren. Dafür griff der TuS zu variabel an.

Nach neun technischen Fehlern, drei missratenen Würfen stand es 4:9 (16.). Erstaunlicherweise legte zu diesem Zeitpunkt Gäste-Coach Sascha Spoo dann die Grüne Karte. Mit einer Neuausrichtung zu offensiverer Deckungsweise fanden die Kurpfälzerinnen nun besser in die Partie. Einen Riesen-Job erledigte dabei Alina Hilbert, gerade der Jugend entwachsen, auf der „1“. Spätestens als Kolb in typischer Manier zum 10:12 vollstreckte (25.), keimte im HG-Lager doch einiges an Hoffnung auf. Zwei Steißlinger Unterzahltreffer im Gegenzug verhinderten bis zur Pause ein besseres Resultat.

Der Hoffnungsschimmer war allerdings nach dem Seitenwechsel ganz schnell verblasst. Steißlingen zog clever und routiniert sein Ding durch. Über 15:22 und 16:26 (50.) deckte der Favorit ganz schnell die wahren Kraftverhältnisse auf. Kurz vor Ende durfte Oftersheim/Schwetzingen noch etwas Ergebniskosmetik betreiben (20:26), auch weil der Gast nun fleißig durchwechselte.

HG: Becker, Grafetstetter; Kubach, Münch, Gedik, Förste, Braun, Magnus, Büker (2), Olbert (1), Hilbert (1), Bosse (1/1), Marmol Carmona (2), Kolb (13/8). mj

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