Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga SV Sandhausen will beim FC St. Pauli wieder in die Erfolgsspur zurück

Stiefler und Co. richten Blick nach vorne

Archivartikel

Die Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga hatte sich Kenan Kocak weder dauernd angeschaut, als der SV Sandhausen weit oben stand, noch jetzt, als er sich eher nach unten orientieren muss. „Wir haben immer gesagt, dass wir von Spiel zu Spiel denken“, betont der Cheftrainer. Damit sei die Mannschaft grundsätzlich immer gut gefahren. An mögliche Tabellenkonstellationen zu denken, sei unnötig verschwendete Energie. Deshalb galt in den vergangenen beiden Woche die ausschließliche Konzentration dem Auswärtsspiel am Ostersonntag, 1. April (13.30 Uhr), beim direkten Verfolger, dem FC St. Pauli.

Die ärgerliche 2:3-Heimniederlage gegen Bochum sei deswegen auch nach ausführlicher Analyse schnell abgehakt gewesen. „Das können wir eh nicht mehr ändern,“ sagt Kocak. Bei den Spielern saß die Enttäuschung aber schon tief:. „Wir wollten unbedingt mit einem Sieg in die Pause gehen. Wenn man nach dem Spiel in die Gesichter in der Kabine geschaut hat, konnte man erkennen, wie schmerzlich diese Niederlage für uns war“, blickt SVS-Allrounder Manuel Stiefler zurück. Da sei selbst sein sehenswertes Hacken-Tor zur anfänglichen 1:0-Führung nur ein schwacher Trost gewesen. „Aber wir haben den Kopf schnell nach oben genommen und richten den Blick nach vorne“, sagt der 29-Jährige.

Und die Mannschaft habe die Länderspielpause gut genutzt und hart gearbeitet, unterstreicht Kenan Kocak, der in puncto Moral und Motivation ohnehin nichts auf seine Truppe kommen lässt: „Seit Monaten müssen wir einen Ausfall nach dem anderen hinnehmen. Wie die Spieler das immer wieder wegstecken und kompensieren, ist einfach fantastisch. Ich will eine Mannschaft sehen, die solche Schläge einfach so wegsteckt.“

Zwei im Länderspieleinsatz

Nicht arbeiten konnte der 37-Jährige mit seinen beiden Nationalspielern Leart Paqarada (Kosovo) und Rúrik Gíslason (Island). Paqarada erzielte beim 2:0 gegen Burkina-Faso sogar einen Freistoßtreffer. Stürmer Gíslason musste zudem noch eine weite Reise auf sich nehmen: Mit Island unterlag der 30-Jährige in den USA gegen Mexiko mit 0:3 und gegen Peru mit 1:3 und kam in beiden Spielen zum Einsatz. „Wir hoffen, dass beide wieder fit zu uns zurückkehren“, sagt Trainer Kocak, der personell etwas aufatmen kann.

Tim Knipping (interne Strafe) und Nejmeddin Daghfous (fünfte Gelbe Karte) kehren nach Sperren wieder zurück. Mirco Born, Damian Roßbach und Robert Herrmann machen weiterhin Fortschritte und sammelten Spielpraxis bei der U23. Eroll Zejnullahu habe ebenfalls voll mittrainiert. Einzig Richard Sukuta-Pasu bereitet noch Sorgen. Der sechsfache Torschütze konnte bisher noch nicht mit der Mannschaft trainieren und absolviert derzeit individuelle Einheiten. „Wir sind am Sonntag personell aber auf jeden Fall besser besetzt, als noch im Bochum-Spiel“, verspricht der Trainer.

Wer dann im Hexenkessel des Stadions am Hamburger Millerntor letztlich auflaufen wird, das wird sich zeigen. Kenan Kocak hat sich intensiv mit dem FC St. Pauli beschäftigt und weiß um die Stärken, aber auch um die Schwächen der Hamburger. ali

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