Lokalsport

Fußball-Verbandsliga Schwetzingen verliert mit 1:6 bei Sandhausen II / Sergen Sertdemir vom Platz gestellt / Bis zur 65. Minute zeigen die Gäste ein gutes Spiel

SV 98 kommt in Unterzahl unter die Räder

Die 1:6-(1:0)-Niederlage des Fußball-Verbandsligisten SV 98 Schwetzingen im ersten Saisonspiel beim Oberliga-Absteiger SV Sandhausen II spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Die Gäste waren nämlich über 65 Minuten das bessere Team.

Doch eine völlig überzogene gelb-rote Karte von Schiedsrichter Roy Dingler für SV-98-Neuzugang Sergen Sertdemir gab der Begegnung eine andere Richtung. „Eigentlich sollen die Spieler die Partie entscheiden und nicht der Schiedsrichter“, ereiferte sich SV-98-Coach Gernot Jüllich über den seiner Meinung nach nicht gerechtfertigten Platzverweis. Schwetzingen war von Anfang an im Spiel und der Gastgeber fand kein probates Mittel, den Angriffsschwung der Gäste zu entgegnen.

Ein Vorstoß von SV-98-Kapitän Michael Kettenmann war nicht von Erfolg gekrönt (15.). Patrick Hocker (18.) und Tyrese Dia (23.) vergaben ebenfalls in aussichtsreichen Positionen. Besser machte es dann Neuzugang Thomas Can, der kurz vor der Pause einen Freistoß in die Maschen des Sandhäuser Tores setzte (44.). Nach dem Seitenwechsel machte sich die personelle Unterzahl der Schwetzinger immer stärker bemerkbar und der Gastgeber brachte mit der Einwechslung von Prince Jubin mehr Qualität ins Angriffsspiel.

Nach dem Ausgleich von Marius Schilling (65.) sorgte Jubin mit einem Doppelschlag (67., 76.) zum 3:1 bereits für eine Vorentscheidung. Als dann auch noch der stark spielende Can verletzungsbedingt passen musste, verloren die Gäste an Qualität und dadurch immer mehr den Faden. Auch wurde sichtbar, dass es einigen Schwetzingern, die nicht die volle Vorbereitungszeit absolviert hatten, noch an der notwendigen Fitness fehlte. Jüllich konnte auch nicht wie sein Gegenüber Kristjan Glibo mit Korbinian Vollmann und Alexander Rossipal mit zwei Profis kokettieren, sondern hatte auf der Bank nur noch A-Jugendspieler zur Verfügung, die noch Zeit brauchen, um im harten Verbandsliga-Geschäft ihren Mann zu stehen.

Die numerische Überzahl spielte dem Gastgeber immer mehr in die Karten und auf Schwetzinger Seite schwanden zusehends die Kräfte.

„Mir tut es für unsere Jungs Leid, denn sie haben lange Zeit das bessere Spiel gezeigt und sind dann durch die Hinausstellung ausgebremst worden“, stellte sich Jüllich hinter seine Mannschaft. Er gab aber auch zu verstehen, dass er sich geärgert hat, dass seine Spieler in den Schlussminuten nicht mehr die nötige Gegenwehr an den Tag legten und Sandhausen zum Toreschießen eingeladen haben.

Vollmann hatte leichtes Spiel zum 4:1 zu vollenden (80.). Benjamin Sailer (82.) und Rossipal (86.) machten dann mit dem 6:1-Endstand den Sack endgültig zu. „Wir waren so gut drauf, haben über weite Strecken das Spiel dominiert und dann wurden wir durch den Platzverweis jäh gestoppt. Ist doch klar, dass wir nach dem 1:3-Rückstand nur noch wenig entgegenzusetzen hatten“, resümierte SV-98-Kapitän Kettenmann.

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