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3. Fußball-Liga Aufgrund der zahlreichen Ausfälle sind die Mannheimer in Ingolstadt alles andere als favorisiert, glaubt aber an seine Chance

SV Waldhof will auf den Donauwellen reiten

Was benötigt wird, um auf der Zielgeraden der 3. Liga aus dem Verfolgerfeld am Ende vielleicht doch noch den großen Wurf zu landen, machte Bernhard Trares zuletzt nach dem 0:0 des SV Waldhof bei der SpVgg Unterhaching deutlich. „Jetzt brauchst du Siege, um nochmal Schritte zu machen“, betonte der SVW-Trainer und ordnete das Remis vor den Toren von München als vielleicht schon zu wenig ein. Zwar gelang den Mannheimern zuletzt der nötige Erfolg gegen die SG Sonnenhof Großaspach, doch die Sieben-Meilen-Stiefel haben im Moment andere Teams an. Teams wie etwa Würzburg oder der FC Ingolstadt. Und ausgerechnet bei den vor Selbstbewusstsein strotzenden „Schanzern“ muss der SVW am Mittwochabend (20.30 Uhr) mit seiner erneut erstatzgeschwächten Rumpftruppe antreten.

Seit dem Liga-Neustart Ende Mai verlor der Zweitliga-Absteiger nur den Auftakt gegen den FC Bayern München II, ist inzwischen sechs Spiele ohne Niederlage und die letzten vier Spiele davon blieben die Bayern sogar ohne Gegentor. In der Drittliga-Historie des ehemaligen Bundesligisten ist das eine Bestmarke und auch die Bilanz von Torhüter Fabijan Buntic kann sich sehen lassen. Insgesamt stand elfmal die Null, besser ist die Statistik da nur noch bei Unterhachings Keeper Nico Mantl.

Oral: Haben alles in der Hand

Entsprechend heiß sind die „Schanzer“ nun darauf, gegen den SV Waldhof den nächsten Schritt zu gehen. Beide Mannschaften haben 54 Punkte, Ingolstadt weist aber die um neun Treffer bessere Tordifferenz auf und könnte den SVW mit einem Sieg erst einmal abschütteln – um dann weiter nach oben zu schauen. Schließlich war in Ingolstadt die Zweitliga-Rückkehr das erklärte Ziel, auch deshalb musste Trainer Jeff Saibene nach fünf sieglosen Spielen Anfang März unmittelbar vor der Corona-Pause gehen und wurde durch Thomas Oral ersetzt. Der arbeitete sich mit seinem Team wieder Stück für Stück heran, wie dem SVW fehlen dem FCI gerade einmal drei Punkte zum Relegationsplatz – bei noch vier ausstehenden Spielen.

„In den nächsten zehn, zwölf Tagen passiert genug und wir haben noch immer alles selbst in der Hand, um voll vorne reinzustoßen“, blickt Coach Oral deshalb optimistisch voraus und will diese Chance nutzen. „Das ist ja auch unser Ziel“, sagt der Rückkehrer, der die Donaustädter bereits zwischen 2011 und 2013 gecoacht hatte.

Der SVW fährt mit Blick auf die Personalmisere „ohne acht“ und fast schon etwas in der Außenseiterrolle nach Bayern, gibt sich aber keinesfalls auf. „Das wird wieder ein Spiel auf Augenhöhe“, erwartet Linksverteidiger Marcel Hofrath ein ähnlich ausgeglichenes Kräftemessen wie beim 0:0 im Hinspiel. „Wir müssen alles reinhauen, dann wird das schon“, meint der Torschütze gegen Großaspach, auf den mit seinen Kollegen in der Vierer-Kette jede Menge Arbeit zukommen wird.

„Das ist eine Top-Mannschaft in dieser Liga“, weiß auch Michael Schultz. „Das wird ein ganz anderes Spiel als zuletzt. Ingolstadt ist körperlich sehr präsent und arbeitet viel mit hohen Bällen auf Angreifer Stefan Kutschke, der in dieser Hinsicht eine absolute Waffe ist“, hat der Innenverteidiger beobachtet. „Da müssen wir dagegenhalten. Aber ich bin optimistisch, dass uns das gelingt und dann schauen wir weiter“, geht der 27-Jährige die Sache mit der nötigen Zuversicht an.

Sulejmani-Wechsel so gut wie fix

Was die Personalien betrifft, wird der ablösefreie Wechsel von Stürmer Valmir Sulejmani zu Hannover 96 immer konkreter. Auch aus dem Umfeld des Zweitligisten wird mittlerweile bestätigt, dass der 24-Jährige, wie bereits berichtet, einer der Wunschkandidaten von Ex-SVW-Trainer Kenan Kocak ist.

Sulejmani wurde bereits in der Winterpause mit den 96ern in Verbindung gebracht, nun steht der Rückkehr in seine Heimat aber wohl nichts mehr im Weg. Es geht nur noch um die Konditionen, das monatliche Gehalt könnte sich bei einem Wechsel für den Angreifer fast verdreifachen.

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