Lokalsport

2. Fußball-Bundesliga Gegner Düsseldorf voller Respekt

SVS – kein „Synonym für Provinz“

Viele Jahre lang rühmte sich der SV Sandhausen mit den Titeln „Ligazwerg“ und „Dorfverein“. In den vergangenen Monaten haben sich die Verantwortlichen davon etwas distanziert. Allen voran Trainer Uwe Koschinat betont, er wolle den Club unter die besten 25 Mannschaften Deutschlands führen.

Diese veränderten Töne sind auch bei Uwe Rösler angekommen. Der Trainer des Zweitliga-Konkurrenten Fortuna Düsseldorf empfängt den SVS am Samstag (13 Uhr). In der Spieltagspressekonferenz wurde der ehemalige Nationalspieler der DDR darauf angesprochen, was er von jenem Club halte, der wie kein anderer im Unterhaus als „Synonym für Provinz“ stehen würde. „Ich würde mich als Trainer niemals über einen Gegner respektlos äußern. In diese Position werde ich mich nicht begeben“, entgegnete Rösler.

Stattdessen lobt der Düsseldorfer Coach den SVS: „Ich war selbst schon einmal ein paar Tage in Sandhausen und finde, sie machen tolle Arbeit.“ Woran Rösler das festmacht? „Sie können sich gestandene Bundesligaspieler leisten, die an die 200 Spiele absolviert haben. Das ist ein Verein, der sich absolut in dieser Liga etabliert hat und ich habe den höchsten Respekt vor der Arbeit, die dort verrichtet wird. Das ist ein ernst zu nehmender Gegner, der es uns das Leben schwer machen wird“, ist sich der 52-Jährige sicher.

Kampfspiel zu erwarten

Rösler vergleicht den SVS mit dem 1. FC Heidenheim, der in der Vorsaison knapp am Aufstieg in die Bundesliga gescheitert war, weil er in der Relegation gegen Werder Bremen den Kürzeren zog. „Das wird ein Kampfspiel“, erwartet Rösler keinen Gaumenschmaus für Fußball-Ästheten. Das liegt unter anderem daran, dass der Platz in der Merkur Spiel-Arena derzeit in keinem guten Zustand ist. „Das Geläuf ist nicht optimal und das ist noch geschmeichelt ausgedrückt“, sagt Rösler.

Dieser Umstand könnte Sandhausen in die Karten spielen, um auswärts endlich die ersten Punkte einzufahren. Klar ist, dass die Partie für beide Mannschaften richtungsweisend ist. Während Düsseldorf mit vier Punkten aus den beiden zurückliegenden Partien aus dem tiefsten Tabellenkeller herausgekämpft hat, richten die punktgleichen Schwarz-Weißen ihren Blick eher in diese Richtung. Koschinat warnt: „Die Partie wird eine große Herausforderung, denn der Club gehört zu den Topadressen der Liga.“ mjw

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