Lokalsport

Tischtennis TTC Ketsch nach 8:3 im Spitzenspiel gegen Rastatt weiter ungeschlagener Tabellenführer in der Frauen-Badenliga

Thome ist die Königin der fünf Sätze

Archivartikel

Es war das Tischtennis-Spiel des Tages. Beim Stand von 4:2 für den TTC Ketsch in der Badenliga-Spitzenpartie gegen die TTF Rastatt trafen Kathrin Thome und Susanne Gibs auf einander. Sie kennen sich schon seit vielen Jahren, haben einige heiße Duelle ausgetragen. So war es auch diesmal. Mit 11:9 gingen die beiden ersten Sätze an die Ketscherin, die nächsten beiden mit 5:11 und 3:11 an die Nummer 2 aus Rastatt.

Dramatik pur dann im fünften Satz. Die Führung wechselte ständig hin und her, beide hatten diverse Matchbälle. Beim Stand von 15:14 hatte Thome dann das Glück auf ihrer Seite. "Der Ball hat leicht das Netz berührt", meinte die Ketscher Nummer 2 und gab zu, dass das Spiel in beide Richtungen hätte gehen können. "Ich habe es geschafft, ruhig zu bleiben und auch die Blockbälle gut zu verteilen", freute sich Thome.

21:0 - Berger setzt Superserie fort

"Kathrin ist unsere Fünfsatzqueen", meinte TTC-Mannschaftsführer Jessica Reinbold schmunzelnd. In der Tat hat die frühere Walldorferin in der letzten Zeit zahlreiche Fünfsatzspiele bestritten und zumeist (5:4) für sich entschieden.

Der Sieg war die Vorentscheidung in einer hochklassigen Partie, zumal parallel auch Jasmina Simon im Spitzeneinzel gegen Nina Merkel mit 3:2 (11:6) siegte. Mit variablem Spiel und konsequenter Platzierung auf den Körper hatte Simon das bessere Ende für sich. Zuvor hatte sie mit 1:3 gegen Gibs ihre erste Saisonniederlage kassiert. Der entscheidende Vorteil für Ketsch war das untere Paarkreuz. Melanie Berger setzte ihre Superserie fort und weist nun die Traumbilanz von 21:0 auf. Ihr 3:0 gegen die starke Nina Merkel war ein Meisterstück. Mit viel Schnitt und Geduld ließ sie Rastatts Spitzenspielerin keine Chance.

Jessica Reinbold zeigte beim 3:0 gegen Jacqueline Hörig ihr bestes Saisonspiel und war hervorragender Laune. "Wir sind überglücklich, so deutlich gewonnen zu haben", jubelte Reinbold. Diese Euphorie möchte der ungeschlagene Tabellenführer Ketsch (16:0 Punkte) auch ins nächste Topspiel am 30. November beim TTC Weinheim II (12:0) mitnehmen.

Im zweiten Spiel des Wochenendes hatten die TTC-Frauen keine Mühe, mit 8:2 beim Schlusslicht TV Britzingen zu gewinnen. Dabei verlor Thome gegen Franziska Schneider nach 9:5-Führung im fünften Satz und einem Matchball zum 10:9 noch mit 10:12, bezwang aber Ursula Mayer 3:2 (11:6). Im Spitzeneinzel ließ Simon Schneider beim 3:0 keine Chance.

In der Männer-Oberliga musste Ketsch mit 4:9 gegen den TTV Ettlingen seine sechste Niederlage im sechsten Spiel hinnehmen, hielt aber wiederum gut mit. "Leider haben wir wieder nur ein Doppel gewonnen", meinte Timo Berger. Alexander Krieger, wieder dabei, aber noch nicht bei 100 Prozent, und Christoph Schröder siegten deutlich 3:0 gegen Christoph Füllner/Jan Ebentheuer-Barceló. Im Duell zweier Linkshänder bot Schröder Ettlingens Nummer eins Daniel Weiskopf einen großen Kampf (2:3/9:11). Krieger musste sich dem starken Vaclav Frydrych 1:3 geschlagen geben, siegte dann jedoch 3:2 im Spitzeneinzel gegen Weiskopf. Schröder unterlag Frydrych 0:3.

Während Ulf Mertens diesmal leer ausging, siegten Tim Fischer 3:1 gegen Füllner und Timo Berger nach ganz starker Vorstellung 3:0 gegen Norman Schreck. "Gegen ihn hatte ich bisher immer verloren", freute sich Berger. Die unglückliche 2:3-Niederlage von Fischer gegen Jonas Fürst besiegelte das 4:9, dabei hatte Fischer schon 2:0 geführt.

TTG EK mit Sieg und Niederlage

Sieg und Niederlage gab es für die TTG EK Oftersheim in der Männer-Badenliga. Beim Tabellenletzten FT Freiburg II gelang der erhoffte 9:4-Erfolg, der die Chancen auf den Klassenerhalt am Köcheln hält. Der angeschlagene Stefan Berlinghof spielte diesmal mit Christian Förster Doppel, David Korn versuchte sich mit Holger Weidenauer. Das 3:2 (11:7) von Förster/Berlinghof gegen das Einserdoppel Salomon Brugger/Tobias Steinbrenner war eine Überraschung. Über fünf Sätze musste Berlinghof auch im ersten Einzel gegen Brugger und hatte mit 12:10 das bessere Ende für sich. "In der Liga gibt es kein Spiel, was man mal locker gewinnt", sagte Berlinghof, der dann auch überraschend deutlich gegen Brugger siegte.

Tags darauf musste der Oftersheimer Spitzenspieler wegen seiner Schulter passen, so dass Oftersheim unglücklich mit 7:9 gegen die SpVgg Ottenau verlor. In der fast vierstündigen Partie verspielte die TTG eine 7:4-Führung. In Galaform war Holger Weidenauer, der erst Aaron Kawka 3:2 (11:6) besiegte und dann auch die Nummer eins Lukas Mai.

Marc Adler/Roman Frackenpohl, die im Eingangsdoppel Aaron Kawka/Andre Schweikert mit 12:10 im fünften Durchgang niedergerungen hatten, mussten auch im Schlussdoppel gegen Mai/Gonzales in den Entscheidungssatz. Nach einem 2:0 kassierten sie den Ausgleich und dann mit 0:11 die Höchststrafe. "Wir hätten einen Punkt verdient gehabt", meinte der nur zuschauende Stefan Berlinghof.

In der Frauen-Verbandsliga gewann der TV Brühl dank der überragenden Susanne Amos und Kerstin Eberle mit 8:5 beim VSV Büchig II.

Das Derby der Verbandsklasse entschieden Hockenheims Männer mit 9:4 gegen die Zweitvertretung Ketschs für sich. Die Ex-Ketscher Daniel Dörsam und Stefan Trotter waren im Einzel und Doppel nicht zu schlagen.

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